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Berlin – Rund 1.000 Gäste konnten Verleger Kai Homilius, Chefredakteur Jürgen Elsässer und ihre Mannschaft vor nunmehr einer Woche zu der mittlerweile vierten Souveränitätskonferenz des Magazins COMPACT in einem repräsentativen Tagungshotel im Herzen Berlins begrüßen. Die große Resonanz kommt nicht von ungefähr: COMPACT hat sich in der deutschen Medienlandschaft mittlerweile als qualitativ hochwertig aufgemachte Zeitschrift etabliert, die den Anspruch hat, in den entscheidenden politischen Fragen die „Stimme des Volkes“ zu repräsentieren, statt die Positionen der politischen Klasse nachzubeten.

New York - Auch wenn das Jahr 2008 als sich die Banken- und Finanzkrise Bahn brach nun schon einige Zeit zurückliegt, konnte nach wie vor noch kein Politiker oder Ökonom verläßlich eine Entwarnung geben, daß zum einen die Krise endgültig hinter sich gelassen und ausgestanden sei, bzw. ausreichend Vorkehrung für den Wiederholungsfalle getroffen worden wären. Und eben aus dieser Besorgnis heraus hat die Federal Reserve-Chefin, Janet Yellen, für acht namhafte Finanzinstitute eine deren Geschäfte entsprechende Ausweitung ihrer Eigenkapitalpositionen angeordnet. Es handelt sich dabei um  Bank of New York Mellon, Citigroup, Goldman Sachs, J.P. Morgan, Morgan Stanley, State Street, Wells Fargo und die Bank of America. Durch einen dergestalt größeren Risikopuffer sollen Gefahren für die Finanzstabilität nicht allein der Vereinigten Staaten verringert werden.

New York - Ob DAX, der MDax oder der TecDax und der EuroStoxx, sämtlichst rutschten die Börsenidizes ab und zeigten sich offenbar nicht unbeeindruckt von gewissen Unternehmensmeldungen, wie beispielsweise dem angekündigten Siemens-Stellenabbau. Selbstredend mögen die Wahlen in Großbritannien ebenfalls zur Verunsicherung beigetragen haben, geht es dabei immerhin auch um die Frage eines künftigen Referendums zur EU-Mitgliedschaft der Insel. Dennoch feierten die Börsen rückblickend auf das letzte Jahr mehrfach Kursfeuerwerke, im Zuge derer sich die Allzeithöchststände streckenweise regelrecht jagten. Die Gründe hierfür waren jedoch nicht allein in unternehmerischen Fundamentaldaten zu suchen, sondern in nicht geringem Ausmaße vor allem auf die zentralbankinduzierte Niedrigzinsphase zurückzuführen. Die Fed-Chefin Janet Yellen äußerte nun im Rahmen einer IWF-Veranstaltung in Washington erste Bedenken hinsichtlich der bullischen Finanzmarktentwicklung.

Freitag, 30 Januar 2015 18:31

Goldpreis wieder im Sinkflug

Magdeburg - Nachdem der Goldpreis in den vergangenen zwei Wochen stark angestiegen war, geht der Kurs nun wieder runter. Die Schweizer „Handelszeitung“ vermutet als Grund die Aussicht auf höhere Zinsen in den USA. Zwar hatte die Fed entsprechende Erwartungen erst kürzlich noch gedämpft, hob aber gleichzeitig ihre Einschätzung der Konjunkturlage leicht an, was eine Anhebung des Leizinses im Sommer wahrscheinlicher mache, wie das Wirtschaftsblatt schreibt.

Montag, 15 Dezember 2014 20:01

Alan Greenspan empfiehlt Gold

Magdeburg - In einer Rede vor dem einflussreichen Council on Foreign Relations (CFR) in New York hat der langjährige Präsident der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Alan Greenspan, Gold als Anlageform empfohlen, da nur das Edelmetall die Vermögen der Bürger vor dem Zugriff des Staates schützen könne. „Gold ist eine Währung. Es ist gewiss noch immer eine erstklassige Währung. Keine Fiatwährung, einschließlich des Dollars, kann es mit ihr aufnehmen“, so der ehemalige Präsident der Fed. Als „Fiatwährungen“ oder „fiat money“ bezeichnen Kritiker des heutigen Geldsystems ungedeckte Papierwährungen, deren Menge sich durch die Notenbankpressen beliebig vermehren lässt.

Magdeburg - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat schärfere Kapitalvorschriften für die acht größten Banken des Landes, denen eine „systemische Bedeutung“ („too big to fail“) beigemessen wird, vorgeschlagen. Demnach sollen künftig 1 bis 4,5 Prozent zusätzliches Kapital auf risikogewichtete Aktiva fällig werden, um eventuelle Verluste stärker abzufedern und zu verhindern, dass die Großbanken im Falle einer neuerlichen Finanzkrise mit Staatsgeldern gerettet werden müssen.

Frankfurt am Main - In einem ausführlichen Interview mit der „Welt“ äußert sich der Chef-Ökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) Claudio Borio kritisch zur lockeren Geldpolitik der Zentralbanken - beispielsweise ließ auch die FED durchklingen, womöglich doch länger als jüngst geplant an der Niedrigzinspolitik festzuhalten - und wies auf bestimmte Krisensymptome hin. Borio arbeitete schon unter seinem Vorgänger William White in der selben BIZ-Abteilung, als dieser seinerzeit vor der Finanzkrise 2007/2008 warnte. In seinem aktuellen Interview ließ er unmißverständlich verlauten: “Die jetzige Konstellation scheint nicht nachhaltig und hat bereits zu gewissen Übertreibungen geführt. In dieser Hinsicht ähnelt die Situation durchaus der Phase vor der Finanzkrise, als wir ebenfalls vor zu viel billigem Geld gewarnt haben”. Es habe sich, laut dem BIZ-Banker, zwar mit Blick auf die Bankenregulierung vieles getan, jedoch sieht er vergleichbar zu der Situation vor etwa sieben Jahren das weltweite Zinsniveau für eine langfristige Preis- und Finanzstabilität zu niedrig.

Frankfurt am Main - Der Euro wertet im Vergleich zum Dollar stetig ab, was Mario Draghi von der EZB Freunde bereiten dürfte, erhofft sich dieser dadurch Rückenwind für die Exportwirtschaft. Doch so mancher Ökonom beurteilt die währungspolitische Situation etwas kritischer. Derzeit steht der Euro bei 1,26 $, erreichte jedoch am gestrigen Tage bereits seinen Zweijahrestiefststand unterhalb dieser Marke, den er ohne die negativen US-Daten vermutlich nicht verlassen hätte. Und beurteilt man die vergangene Entwicklung, dürfte dieser Euro-Abwertungstrend sich noch einige Zeit verfestigen. Dieser Trend ist nicht allein aus der Retrospektive herzuleiten, sondern vielmehr aus den abzuleitenden Zukunftsprognosen der Absichtserklärungen bzw. Andeutungen der Zentralbanker. Während EZB-Präsident Mario Draghi bis 2016 zinspolitisch an der Null-Linie entlang fahren möchte, wird jenseits des großen Teichs eine gegenläufige Entwicklung angenommen. Die US-Notenbank, war zu vernehmen, zielt zwischen März und Juli 2015 auf eine erste Zinsanhebung ab. China und Japan schlagen vermutlich den Weg einer weiteren Niedrigzinspolitik gleich der EZB ein, im Gegensatz zu Großbritannien, wo wiederum eine Zinsanhebung erwartet wird.