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Berlin – Das Bundeskabinett hatte im Dezember 2015 den Regierungsentwurf zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens beschlossen. Das Gesetzgebungsverfahren hat zum Ziel, das Besteuerungsverfahren an die modernen Kommunikationsmittel anzupassen, IT-Abläufe im Finanzamt zu optimieren und serviceorientierter zu sein. Zudem soll es künftig möglich sein, die Steuererklärung ohne Belege zu übersenden. Womöglich stellt dieses Projekt, das 2016 zum Abschluss gebracht werden soll, die größte Reform der Finanzverwaltung seit Jahren dar. Im wesentlichen Kern erstreckt sich die Reform auf die Erweiterung der Besteuerungsgrundsätze und des Erhebungsverfahrens um Vollstreckungsmaßnahmen, die Verringerung des Amtsermittlungsgrundsatzes bei ausländischen Kontrollmitteilungen, mögliche Gesamtschuldnerschaft bei Verspätungszuschlag und die Einführung einer Belegvorhaltepflicht anstatt Belegvorlagepflicht.