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Im November wird bei Christie´s der Kunstnachlaß des im Februar 2014 verstorbenen Schauspielers, Regisseurs und Produzenten Maximilian Schell versteigert. Schell galt als äußerst kunstsinnig, eine Neigung, die ihm aus dem Elternhaus mitgegeben wurde. So studierte er neben Musik- und Theaterwissenschaften auch Philosophie und Kunstgeschichte. Von ihm, der unter seinen zahlreichen Liebesbeziehungen auch durch eine zeitweilige Liaison mit Soraya Esfandiary-Bakhtiary, der Gattin des letzten Schahs von Persien Aufsehen erregte, stammt der Spruch: „Was bleibt ist die Kunst“. Seit seiner Jugend sammelte er Kunstwerke, vornehmlich Nachkriegskunst, die zu Teilen im November und Dezember diesen Jahres in Amsterdam, London und Paris bei Christie´s unter den Hammer kommen. Zu den vielleicht bekanntesten darunter befindlichen Vertretern dürften Jean Dubuffet, Franz Kline und Josef Albers zählen.

München - Künstler geboren aus Unzufriedenheit und Lust. Aus diesen Polen floß die Spannung, die Remo Leghissa vom Forstwirtschaftsstudium zur Kunst leitete. Und wer den heutigen Künstler Remo Leghissa kennt, kann sich dieses fleischgewordene Perpetuum Mobile der Kreativität trotz der unübersehbaren Naturverbundenheit auch nicht als Forstwirtschaftsbeamten vorstellen. Doch war es nicht die Berufsperspektive allein, die den Sohn eines Italieners und einer deutschen Mutter empfänglich für den Kuß der Muse machte, sondern eben auch die Lust auf die Schaffung in ihm selbst verborgener Formen, wie er sagt. Insofern ist die Kunst Leghissas in einer sehr persönlichen Form extrovertiert, worin vielleicht auch der nicht zu leugnende spezielle Wiedererkennungswert seiner Werke liegt. Seine Kunst tritt dem Betrachter oftmals nicht eindeutig als gegenständlich oder abstrakt gegenüber und erscheint zwitterhaft als Wanderer zwischen Abstraktion und figürlichen Welten. Jedoch war für den 100%-igen Kunstautodidakten für beide Stile nicht die Moderne inspirierend. Die zur Geburt drängenden in ihm schlummernden Formen fand Remo Leghissa vorwiegend im Altertum, wobei auf ihn mehr noch als das griechisch-römische Form- und Ästhetikverständnis die Abstraktion der Kelten faszinierend wirkten.