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Paris - Die politische Landschaft in Europa könnte sich verändern und evtl. dem jahrelangen, ja jahrzehntelangem Linksruck etwas Einhalt gebieten. In Frankreich finden an diesem Sonntag die Regionalwahlen statt, bei denen laut Umfragen der Front National eine dominierende Rolle spielen könnte. Besagte Umfragen halten sogar 30 % der Stimmen für die Partei von Marine Le Pen für möglich, womit diese betreffend einer landesweiten Wahl ein nicht allein für die Parteigeschichte historisches Ergebnis erreichen würde. Doch letztendlich wird erst nach der zweiten Wahlrunde eine Woche danach feststehen, wie viele der 13 französischen Regionen dann tatsächlich in die Verantwortung des Front National übergehen werden. Die Sozialisten von Staatschef François Hollande dürften dagegen bei den Regionalwahlen erneut eine schwere Schlappe erleiden, denn wenn sich die Umfragen bestätigen, könnte die Sozialisten mit mageren 22 % abschneiden, womit sicherlich in diverse Regionen die amtierenden Regionalpräsidenten ihre Plätze mit Vertretern sowohl von Front National, als auch des konservativ-bürgerlichen Lagers von Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy zu tauschen hätten.

Magdeburg - Das Titelthema der frisch erschienenen Ausgabe der Satirezeitung "Charlie Hebdo", deren Redaktion heute von mutmaßlichen Extremisten gestürmt wurde, die zwölf Menschen hinrichteten, ist der neue und ebenfalls heute in Frankreich veröffentlichte Roman "Soumission" von Michel Houellebecq. Er zeichnet darin ein muslimisch regiertes Frankreich im Jahre 2022.

Brüssel - Die EU-Kommission droht, die Haushaltspläne Frankreichs und Italiens wegen Verstößen gegen den Stabilitätspakt zurückzuweisen. Nachdem anderen Staaten ein rigider Sparkurs auferlegt wurde, dürfe die Kommission jetzt nicht nachgeben, so die Meinung verschiedener Kommentatoren am Dienstag. Sie warnen Paris und Rom vor den Folgen eines Bruchs internationaler Verpflichtungen.