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Berlin – Angesichts der nicht enden wollenden Flüchtlingskrise rückt das Thema eines nationalen Grenzschutzes innerhalb des Schengen-Raums zunehmend in den Fokus. Und ebenso das konzeptionslose Versagen ausnahmslos aller im Bundestag vertretenen Parteien, die Grenzen gegen weitere illegitime Überschreitungen von Asylbewerberströmen zu sichern. Doch ausgerechnet die Führungsriege der sich als Alternative bezeichnenden AfD lieferte gegenüber der bekanntermaßen wenig objektiven Mainstream-Presse in dieser Frage alles andere als einen professionell versierten Kompetenzbeweis. Auf ihre Vorstellungen zum Schusswaffengebrauch im Rahmen der Grenzsicherung angesprochen, gab man sich gemessen an der Bedeutung eines solchen Themas sehr unüberlegt. Sich auf diese Frage im Sinne einer Befürwortung des Schusswaffengebrauchs überhaupt einzulassen, wenn im Kontext von Kindern die Rede ist, wie bei Beatrix von Storch der Fall, oder der hypothetischen Frage, wenn „ein Flüchtling“ den von Parteichefin Petry geforderten „Grenzzaun überstiegen hat“ - als ob angesichts solcher Szenarien keine anderen dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz entsprechenden Möglichkeiten der Abwehr bestünden - stellt keinen politisch seriösen Qualitätsbeweis dar.

Erfurt - Es stellt sich die Frage, ob Björn Höcke, wenngleich seines Zeichens Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag, bei seiner Partei noch richtig aufgehoben ist. Höcke, der sich nicht allein damit begnügt, nur vorm Parlament zu reden, sondern das Volk zum Adressaten hat, wobei er die Mobilisierungskraft bis fast in den fünfstelligen Bereich besitzt, und der bei Fernsehauftritten nicht vor dem Establishment einknickt, erntet nun Kritik aus den eigenen Reihen. Die AfD-Spitze zeigt sich wohl zu sehr beeindruckt von medialen Diffamierungskampagnen und scheut offensichtlich die Ausgrenzung durch diejenigen, die man angeblich politisch bekämpft. Höckes Parteigenossen sind vermutlich die Schlagzeilen wichtiger als die Volksmeinung, obgleich doch der zunehmend im Munde geführte Signalbegriff „Lügenpresse“ aufzeigt, daß der Volkssouverän verstärkt gegen mediale Entmündigung aufbegehrt und eine Opposition mit verläßlichen Positionen geradezu herbeisehnt.

Dresden - Die rot-rot-grüne Kandidatin für die Dresdner Oberbürgermeisterwahl, Eva-Maria Stange, kritisierte die islamkritische Bürgerbewegung PEGIDA scharf. Sie sehe bei den Protestierenden „offen gezeigten Rassismus“. Die jeden Montag stattfindende Veranstaltung sei schuld daran, dass Dresden „zur Kulisse geworden ist für Rechte von überall her“.

Magdeburg - Das Forsainstitut befragte am 18. Dezember 2014 1.006 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger zur Gefahr einer "Islamisierung Deutschlands" und nach ihrer Einschätzung der Pegida-Bewegung. Fast ein Drittel der Befragten halten demnach den Einfluss des Islam in Deutschland für zu groß und Proteste gegen die Islamisierung für angebracht.

Dresden - Hatte Bundespräsident Joachim Gauck im Rahmen seiner Weihnachtsansprache schon indirekt Kritik an der PEGIDA-Bewegung geübt und die Kritik an der Islamisierung als pauschale Hetze verunglimpft, haben im Rahmen ihrer Silvester- und Neujahrsansprachen Politiker und kirchliche Würdenträger nachgelegt.

Görlitz - Prof. Winfried Stöcker, Chef der Lübecker Firma Euroimmun, eines Medizintechnik-Unternehmens, hat der Sächsischen Zeitung ein Interview gegeben, das es in sich hat. Prof. Winfried Stöcker untersagte eine Benefizveranstaltung für Flüchtlinge in seinem Görlitzer Kaufhaus und löste damit unterschiedliche Reaktionen aus.