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Hamburg - Franz Ludwig Catel (22.02.1778 – 19.12.1856), der als Holzbildhauer begann und als Genre- und Landschaftsmaler bekannt wurde, illustrierte auch mit großem Erfolg zahlreiche Bücher, zuweilen sogar solche namhafter Literaturgrößen. Zurückzuführen auf die persönliche Bekanntschaft mit Johann Wolfgang von Goethe beispielsweise auch dessen „Hermann und Dorothea“. Zum Kennzeichen für Catels Mal- und Zeichenstil wurde eine von seiner Lektüre geprägte poetische Landschaftsauffassung, in die er zumeist das einfache Volk einfügte. Seine Genregemälde besitzen eine Bandbreite vom lebensfrohen Volk bis hin zu düster melancholischen Mönchsbildern. Zu seinen ihn anregenden Lieblingsdichtern zählten der Romantiker François-René de Chateaubriand, Lord Byron sowie Johann Wolfgang von Goethe. Aber Catel schuf auch 30 Bilder angelehnt an die Werke des Horaz. Ab 1811 ließ sich Catel, der der Gruppe der Stilisten um Joseph Anton Koch zuzuordnen ist, in Rom nieder. Er hatte sorgsam die perspektivische Wirkung im Auge und war bestrebt, den sonnigen Glanz der italienischen Gegenden, überhaupt Lichtwirkungen getreu wiederzugeben. Die Linien und Formen sind schärfer betont als die Farbe, welche an Trockenheit und Härte leidet.