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Mittwoch, 19 November 2014 08:03

Scheitert die Frauenquote an Volker Kauder?

in Politik

Berlin - Eines der wesentlichsten Projekte der SPD war und ist die Frauenquote. Mindestens 30 Prozent der Aufsichtsratsposten der größten deutschen Unternehmen sollen künftig mit Frauen besetzt sein. Die Quote soll vorerst für die 108 größten Unternehmen gelten. Sollte die 30-Prozent-Quote verfehlt werden, müssen die Posten dem vorliegenden Gesetzentwurf zufolge unbesetzt bleiben. Der Entwurf sieht vor, dass der Anteil von Frauen in den Führungsetagen auch in 3.500 weiteren Unternehmen und im öffentlichen Dienst steigen soll. Die Umsetzung der Frauenquote gilt vor allem für Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesjustizminister Heiko Maas (beide SPD) als Prestigeprojekt.

Montag, 03 November 2014 15:51

CSU verweigert Frauenquote

in Politik

München - Eigentlich sollte über den Gesetzentwurf zur Frauenquote von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwoch im Kabinett beraten werden. Die CSU weigert sich, der derzeitigen Fassung zuzustimmen. Nun wurde der Termin vorerst verschoben.

Mittwoch, 15 Oktober 2014 18:50

Frauenquote spaltet Regierungsparteien

in Politik

Berlin - Die eingetrübten Wirtschaftsprognosen der letzten Wochen scheinen die Union mehr und mehr zum Nachdenken anzuregen. So hat die Landesgruppenchefin der CSU, Gerda Hasselfeldt darauf hingewiesen, dass alles auf den Prüfstand müsse, was der Wirtschaft weiteren Schaden zufügen könne. Man müsse überlegen, „ob wir alles, was im Koalitionsvertrag noch vereinbart ist, wirklich so ganz schnell umsetzen“. Sie wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass man den Plan zur Umsetzung der Frauenquote in Aufsichtsräten möglicherweise ruhen lassen müsse. Die Regierungskoalition zwischen CDU und SPD hat miteinander vereinbart, dass spätestens ab dem Jahr 2016 eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent für Aufsichtsräte von börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen vorgeschrieben wird. Unternehmen, die diese für Frauen vorgesehenen Plätze nicht besetzt bekommen, müssen die Plätze vakant lassen.

Magdeburg - Die Niederlande gilt hierzulande gerade bei Befürwortern der Frauenquote als Vorbild. Denn dort ist längst Realität, wovon in Deutschland bestimmte Gruppen noch träumen: bis 2016 müssen holländische Unternehmen mindestens 30 Prozent der Aufsichtsräte und Vorstände mit Frauen besetzen. Verfehlen sie diese Vorgabe, müssen sie detailliert erklären, wieso die 30-Prozent-Marke nicht erreicht werden konnte und welche Maßnahmen dafür künftig ergriffen werden. Wie ernst es ihr um die Quote ist, machte die niederländische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Mariëtte Bussemaker, mit ihrer Androhung für säumige Unternehmen deutlich: "Wo kein Wille ist, da kommt ein Gesetz." Dieses scheiterte bisher zwar im Parlament, stünde aber spätestens 2016, wenn die Ergebnisse der Maßnahme auf dem Tisch lägen, wieder auf dem Programm, sollten die Unternehmen nicht entsprechend einlenken.

Berlin - Die "Frauenquote" ist eines der Leib- und Magenthemen der SPD. Wenn es nach ihr ginge, würde die ganze Welt in Quoten eingeteilt werden. Arbeitsplätze sollen nach Geschlecht, Behinderungsgrad, sexueller Orientierung und ethnischer Herkunft mit bestimmten Quotenregelungen vergeben werden. Qualifikation wird nebensächlich, das in der Wirtschaft eigentlich maßgebliche Leistungsprinzip wird außer Kraft gesetzt. Das Ganze geht so weit, dass, wenn sich nach Inkraftsetzen der Frauenquote keine geeigneten Frauen finden sollten, die zu vergebenden Positionen vakant bleiben sollen.