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Berlin - Die GDL, die Gewerkschaft der Lokomotivführer, streikt immer wieder, um einen Tarifvertrag für einen Teil ihrer Mitglieder durchzusetzen, der bei der Deutschen Bahn AG beschäftigt, aber nicht zu den Lokomotivführern gehört. Es sind Zugbegleiter, Lokomotivrangierführer, Gastronomen, Instruktoren u. a. Andere Beschäftigte dieser Berufsgruppe, aber auch Lokomotivführer, sind bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) organisiert. Die EVG hat für diese Mitglieder einen Tarifvertrag mit der Deutschen Bahn, den letztere auf alle Beschäftigten dieser Berufsgruppe anwenden will, um die Gleichbehandlung dieser Gruppe sicherzustellen. Wenn die Deutsche Bahn das durchsetzt, befürchtet die GDL, diese Mitglieder zu verlieren. Sie besteht auf einem eigenständigen Tarifvertrag, so daß es für eine bestimmte Berufsgruppe zwei unterschiedliche Tarifverträge in einem Betrieb, dem der Deutschen Bahn, gäbe. Sie strebt auch wegen des Tarifeinheitsgesetzes, das politisch droht, an, die Mehrheit der Beschäftigten der Deutschen Bahn zu vertreten.

Donnerstag, 20 November 2014 23:09

Machtkampf der Gewerkschaften

in Politik

Berlin - Nach diversen Streiks konnte in den Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn, der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bisher keine Einigung erzielt werden. Auch ein Spitzengespräch in Köln blieb ohne Erfolg. An dem Gespräch hatten Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber, GDL-Chef Claus Weselsky und der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner teilgenommen.

Freitag, 14 November 2014 18:24

Neuer Anlauf für Bahn-Privatisierung?

in Politik

Berlin - Aus dem neuen Beteiligungsbericht des Bundes geht hervor, dass die Bundesregierung sich mit dem Gedanken trägt, die Deutsche Bahn zu privatisieren. Wörtlich heißt es in dem Bericht: „Sofern es die Situation des Unternehmens zulässt, das Marktumfeld stabil und der Kapitalmarkt für eine schrittweise, ertragsorientierte Privatisierung der Transport- und Logistiksparte aufnahmebereit ist, kann eine Beteiligung privater Investoren wieder geprüft werden.“ Aufgrund der Finanzkrise war die Bahn-Privatisierung im Jahr 2008 auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Frankfurt am Main - Noch immer konnte keine Einigung in den Tarifgesprächen zwischen Lufthansa und der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) erzielt werden. Reisende müssen sich deshalb auf weitere Verzögerungen einstellen. Zwar gäbe es bisher noch keine neuen Streiktermine, man halte jedoch an der generellen Streikdrohung fest, so VC-Sprecher Jörg Handwerg. Wie bisher sollen Streiks einen Tag zuvor angekündigt werden.