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Frankfurt – Der Ölpreisverfall und die anhaltende Mini-Inflation im Euro-Raum bestimmten auf der EZB-Sitzung am Donnerstag - fast ein Jahr nach Beschluss, die Märkte mit Billiggeld zu fluten - die Agenda der ersten geldpolitischen Zusammenkunft im noch jungen Jahr. Bekanntermaßen, wenn auch keineswegs unumstritten, sieht die EZB die Preisstabilität auf mittlere Sicht erst ab einer Inflationsrate um die 2 % als gewährleistet an. Der Erreichung dieses Wertes sollte auch das Quantitative Easing, sprich das umstrittene milliardenschwere Kaufprogramm von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren, mittels dessen bis mindestens März 2017 monatlich 60 Mrd. € in die Märkte gepumpt werden, dienen. Doch zeigen die EZB-Maßnahmen nicht die anvisierte Wirkung, nachdem das EU-Statistikamt Eurostat für Dezember eine  Jahresrate von 0,2 % errechnete. Bei ihrer Sitzung am Donnerstag beließen die Währungshüter den wichtigsten Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent sowie auch der Strafzins für Geld, das Banken über Nacht bei der Notenbank parken, bis auf Weiteres 0,3 % beträgt.

Frankfurt am Main - Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. warnt vor einem breit angelegten Programm der Europäischen Zentralbank zum Kauf von Bankkrediten. "Mario Draghi hat Recht, dass die Zentralbank mit ihren Maßnahmen an ihre Grenzen stößt, wenn die Euro-Staaten nicht die notwendigen Reformen umsetzen. Insbesondere Frankreich und Italien verschleppen die Reformen immer weiter und stellen laufend neue  Forderungen. Das Hauptproblem der Eurozone bleibt aber der Reformrückstau in Paris und Rom. Beide Regierungen erhalten auf den Märkten nur deshalb bessere Konditionen für 10jährige Staatsanleihen, weil in den Augen der Investoren Deutschland bürgt. Das gleiche gilt für die EZB-Programme. Deshalb darf die Haftung Deutschlands für die Schulden und die Reformunfähigkeit in Europa nicht überdehnt werden, auch nicht durch die EZB", unterstrich Kurt Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V..