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Dienstag, 28 Oktober 2014 09:45

Kein Geld für die Vorsorge

in Politik

Magdeburg - Laut einer Studie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands legt jeder Dritte kein Geld mehr fürs Alter zurück - weil er es sich schlicht nicht leisten kann.

Frankfurt am Main - Das bankenpolitische Dreisäulenmodell aus Privatbanken, öffentlich-rechtlichen und Genossenschaftsbanken scheint außerhalb Deutschlands nie so richtig verstanden worden zu sein. Und obwohl es als eine der wesentlichen Erfolgssäulen im Deutschen Wirtschaftsgetriebe angesehen werden darf, wurde es nicht selten seitens der internationalen Finanzwelt, aber auch durch die Brüsseler EU-Politik torpediert. Die bundesrepublikanische Politik ließ es an Rückendeckung zumeist vermissen, obgleich doch insbesondere die öffentlich-rechtlichen Sparkassen oder die genossenschaftlich organisierten Banken aufgrund ihrer Bedeutung für die Kreditversorgung des jeweils regionalen Mittelstandes wesentlich zur gesunden Vielfalt diverser unternehmerischer Größenstrukturen in Deutschland beitrugen. Über Jahrzehnte waren in dieser Erkenntnis verankert daher  betreffend der Rechtsform der Anstalt des öffentlichen Rechts die Gewährträgerhaftung und Anstaltslast ein empirisch bewährtes Haftungssystem gemäß dem deutschen öffentlichen Verwaltungsorganisationsrecht. Zumindest solange bis eine Beihilfe-Klage der EU-Kommission vor dem EuGH Deutschland die Abschaffung dieses Haftungssystems aufzwang.