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Berlin - Nach zwei Verhandlungsrunden dauern die diesjährigen Honorarverhandlungen für 2016 zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weiter an, nachdem man am 12. und 19. August zu keinen abschließenden Ergebnissen gelangte. Dabei geht es um die Höhe der Mittel, die die gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr für die ambulante Versorgung ihrer rund 70 Millionen Versicherten durch die etwa 165.000 Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten bundesweit bereitstellen. Im Fokus stehen dabei die Preise und Menge ärztlicher Leistungen. Die beiden Verhandlungspartner sind gemäß Sozialgesetzbuch V verpflichtet, die jährliche Anpassung des Orientierungswertes zur Vergütung ärztlicher Leistungen sowie des Behandlungsbedarfs festzulegen. Der Orientierungswert bestimmt maßgeblich den Preis für eine Untersuchung oder Behandlung und liegt aktuell bei 10,2718 Cent. Im nächsten Jahr müssen die Krankenkassen nach einer Einigung im Bewertungsausschuß aufgrund des steigenden Behandlungsbedarfs rund 250 Mio. € mehr bereitstellen, die sich aus den regionalen diagnose- und demographiebezogenen Veränderungsraten ergeben.