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Stuttgart - Die Staatsgalerie Stuttgart und die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg nehmen den 150. Todestag König Wilhelms I. zum Anlaß, sein beachtliches Engagement für die Kunst erstmals zum Thema einer Ausstellung zu machen. In einer mehr als 100 Exponate umfassenden Schau werden unter der Schirmherrschaft S. K. H. Carl Herzog von Württemberg bedeutende Kunstwerke der öffentlichen und privaten Sammlung besagten Königs zusammengeführt. Anläßlich des königlichen Geburtstags ist die bis zum 26. Oktober andauernde Ausstellung ab dem 27. September von einer Vielzahl an Sonderveranstaltungen begleitet. Die heutige Staatsgalerie wurde von Wilhelm I. im Jahr 1843 als „Museum der Bildenden Künste“ eröffnet, und erhielt jährlich zum königlichen Geburtstag am 27. September ein Gemälde. Die Kopien Alter Meister, die er für seine Privaträume fertigen ließ, verraten einen Mann mit Sinn für die erotische Komponente, der seine Gemächer gerne mit zahlreichen weiblichen Figuren mit viel nackter Haut zierte. In Wilhelms I. Regierungszeit (1816 - 1864) waren romantische Landschaft en vogue, kamen die ersten spätbiedermeierlichen, leicht historisierenden Genreszenen auf und auch die Orientmalerei blies das erste exotische Lüftchen durch die Kunstszene.