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London - Die konservativen Tories von Premier David Cameron gehen als stärkste Partei aus den britischen Unterhauswahlen hervor und Labour schnitt unerwartet schwach ab. Deren Vorsitzender Ed Miliband sieht sich dem schlechtesten Ergebnis seit 1987 gegenüber und erklärte laut dem „Guardian“ bereits seinen Rücktritt vom Vorsitz. Scheinbar erreichten die Konservativen 326 der 650 Sitze. Die äußerst knappe Mehrheit, mit der Cameron regieren wird müssen, dürfte nicht nur dazu ausreichen, sein Wahlversprechen eines Referendums über den Verbleib in der EU bis spätesten in 2017 einzuhalten, sondern womöglich noch beflügeln, da er den Europaskeptikern der eigenen Reihen wird entsprechen müssen, um seine Mehrheitsfähigkeit nicht zu gefährden. Sein bisherige Koalitionspartner, die LibDems, wurden nahezu völlig marginalisiert und verfügen statt der bisherigen 47 künftig nur noch über voraussichtlich 10 Mandate.

Genf - Nach den „Swiss Leaks“-Enthüllungen haben Schweizer Ermittler die Räume der HSBC-Niederlassung in Genf durchsucht. Zugleich leitete die Staatsanwaltschaft nach Angaben der Justizbehörde des Kantons Genf ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf schwere Geldwäsche gegen die HSBC Private Bank Suisse ein.

London - Bereits bei der vergangenen Europawahl im Mai diesen Jahres war die EU-kritische Partei UKIP (United Kingdom Independence Party) von Nigel Farrage stärkste politische Kraft in Großbritannien geworden. Dies war der bis dahin vorläufige Höhepunkt des rhetorisch angriffslustigen und wortgewaltigen Farrage, dessen UKIP allerdings noch keinen Sitz im sogenannten „House of Commons“ auf der Insel erobern konnte, was dem dortigen „The-winner-takes-it-all-Wahlrecht“ geschuldet war. Vor kurzem jedoch trat der 43-jährige Douglas Carswell aus Premierminister David Camerons konservativer Tory-Partei aus, um sich der UKIP anzuschließen. Im Zusammenhang damit legte Carswell auch sein für die Tories errungenes Parlamentsmandat nieder und stellte sich in einer dadurch notwendig gewordenen Nachwahl unter neuer Flagge erneut einem Wählervotum in seinem östlich der Hauptstadt London gelegenen Wahlkreis in Clacton. Seine Konkurrenten sowohl von konservativer Seite, als auch von der Labour-Partei ließ Carswell dabei deutlich hinter sich und gewann den Wahlkreis und folglich den damit verbundenen Sitz im britischen Unterhaus mit einer deutlichen absoluten Mehrheit von 60 Prozent der Stimmen.

Glasgow - Immer wenn sich Teile von bestehenden Staaten lösen wollen, ist die Debatte darum höchst emotional. Die einen wollen endlich ihr Selbstbestimmungsrecht erlangen, die anderen sind um die staatliche Stabilität besorgt. So ist es auch aktuell im Fall des schottischen Referendums, mit dem die Schotten sich nach Jahrhunderten unabhängig von Großbritannien machen wollen.

London - Der Skandal, der in diesen Tagen Großbritannien in Atem hält, ist kein Aushängeschild für die Segnungen der „multikulturellen“ Gesellschaft, sondern hat eher das Zeug zum abschreckenden Beispiel.

Der Fall: Im mittelenglischen Rotherham sollen pakistanische Zuwanderer über Jahre hinweg weiße Mädchen systematisch vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen haben. Aus Gründen der politischen Korrektheit seien sie dabei von britischen Behörden und der Polizei gedeckt worden, lautet der schwerwiegende Vorwurf eines nun veröffentlichten Untersuchungsberichtes. Demnach seien zwischen 1997 und 2013 mindestens 1.400 mehrheitlich weiße Mädchen und Jungen von den Pakistanern mißbraucht worden.