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Frankfurt am Main - Die seit geraumer Zeit skandalgebeutelte und bald chronisch im Krisenmodus befindliche Deutsche Bank führte am Donnerstag, den 21.05. in der Festhalle Frankfurt ihre Hauptversammlung durch, die in weiten Teilen ihres Verlaufs einer Anklageverlesung glich. Bereits im Vorfeld hatten mehrere Fonds und Aktionärsberater die Empfehlung ausgesprochen, dem Vorstand keine Entlastung zu erteilen und nicht mit Kritik an der Unternehmenspolitik gespart. So zum Beispiel die Sprecher von Hermes EOS, Union Investment, Galss, Lewis & Co oder Institutional Shareholder Services (ISS). Nicht einmal personelle Debatten blieben ausgeklammert. Starker Kritik sieht sich die internationale Großbank aber auch seitens der Kleinaktionäre ausgesetzt, die mit einem „squeeze-out“ im Rahmen des Rückzugs aus dem Postbankgeschäft des Instituts konfrontiert sind. Es kam bei der Hauptversammlung auch nicht zu einer zumeist üblichen nahezu einstimmigen Vorstandsentlastung, sondern zu bezeichnenden 39 % Gegenstimmen, welche die Entlastung verweigern wollten. Die kurz vor der Hauptversammlung vorgenommene - mehr als lediglich kosmetischer Eingriff wahrgenommene – Veränderung auf der Vorstandsebene ließ keine stimmungsaufhellende Wirkung beim Aktionärstreffen verspüren.