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Nürnberg – Der bayerische Staatsminister für Finanzen ist auch bzw. soll auch Heimatminister sein und verfügt als solcher über einen zweiten Dienstsitz in Nürnberg im Gebäude der alten Bayerischen Staatsbank. Ob es für ein Heimatministerium angebracht ist, in einem Bau zu residieren, das von einem prägenden Nachkriegsarchitekten modernisiert wurde, der sich an internationalen Vorbildern orientierte, mag nachvollziehbar strittig sein. Neben dem schnellen Internet und dem digitalen Bildungsnetz, das sich der Heimatminister auf die Fahnen geschrieben hat, ist er aber auch für die Schlösserverwaltung zuständig. Und man möchte meinen, damit tourismuspolitisch ein gewichtiges Pfund in der Hand zu haben. Umso mehr muss die Frage gestellt werden, woran es liegt, wenn die Ergebnisse weit hinter den Erwartungen zurückstehen. Womöglich ist die Vermarktung nicht ausreichend oder sind die Restaurationsarbeiten ungünstig abgestimmt und mindern die Attraktivität von Besuchen oder versagt die Kulturpolitik dabei, das Interesse am Erleben von Tradition und Landesgeschichte erfolgreich zu vermitteln? Fest steht jedoch, dass hier touristisches und identitätsstiftendes Bildungspotential verschenkt wird.