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Berlin - Zahlreiche deutsche Helfer sind bereits nach Afrika geflogen, um die Menschen vor Ort gegen die Ebola-Epidemie zu unterstützen. Bisher haben sich 2.000 Freiwillige, Soldaten und Zivilisten, gemeldet. In den nächsten Tagen soll geprüft werden, welche Berufe die Interessenten haben. Vor allem Ärzte, Pfleger, Techniker und Logistiker werden benötigt.

Bonn - Laut Koalitionsvertrag der schwarz-roten GroKo beinhaltet diese Legislaturperiode den Auftrag, das System der Krankenhausfinanzierung zu überprüfen, um es auf eine neue und nachhaltig tragfähige Grundlage zu stellen. Prinzipiell ein bedeutsames wie auch gerechtfertigtes Ansinnen. Dem „Deutschen Michel“ wird vermutlich an Qualität und Entwicklung dieses nicht zu Unrecht als medizinisch-sozialer Leistungsbereich der Daseinsvorsorge bezeichneten Kernelements eines modernen Sozialstaats womöglich mehr gelegen sein, als am Ausbau von Asylbewerberunterkünften, deutschen Waffenlieferungen und europäischer Bankenunion. Eine Aufgabe, an der man sich als Regierung folglich wird messen lassen müssen. Aber auch eine Aufgabe, die nicht zum Nulltarif zu bewerkstelligen ist, sprich eine Aufgabe, die klare Entscheidungen über die fiskalische Prioritätensetzung zu den anderen Ausgabenpositionen erfordert. Gemäß einem Eckpunktepapier, der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform, die angehalten ist, bis Jahresende Ergebnisse vorzulegen, beläuft sich der Investitionsrückstand der Länder auf jährlich rund 3,3 Mrd. €. Dem fügte Georg Baum, der Hauptgeschäftsführer der Krankenhausgesellschaft hinzu, daß sich innerhalb der letzten sieben Jahre zudem noch eine Personalkostenlücke von 3,5 Mrd. ergab.

Köln - Da im kommenden Jahr Kassenärzte mehr Geld bekommen und aufgrund der Mehreinnahmen die Beitragssätze von 15,5 auf 14,6 Prozent gesenkt werden, kündigen die Krankenkassen bereits jetzt die Erhebung von Zusatzbeiträgen für alle 50 Millionen gesetzlich Versicherte an. Wie der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, erklärte, könnten die Kosten wohl nur so gedeckt werden. Er rechnet damit, dass ab Januar 2015 alle gesetzliche Krankenkassen derartig verfahren werden. Auch Doris Pfeiffer, die Vorsitzende des Spitzenverbands der Krankenkassen, hält es für ausgeschlossen, dass eine Versicherung auf den Aufschlag verzichte. Die Rücklagen der Krankenkassen würden bereits in diesem Jahr auf 26,7 Milliarden Euro schrumpfen. Bei fast zwei Drittel der gesetzlichen Krankenkassen lägen  die Rücklagen und Betriebsmittel schon heute unter den Ausgaben eines Monats.

Sonntag, 27 Juli 2014 07:51

Ärzte sollen mehr Rechte bekommen

in Politik

Berlin - Nachdem der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, in einem Interview mit seiner krebskranken Frau äußerte, sie im Ernstfall entgegen seiner persönlichen Überzeugung bei ihrem Wunsch nach Sterbehilfe zu unterstützen, ist in Deutschland eine neue Debatte um das Thema entbrannt.

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