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Freitag, 15 Januar 2016 21:54

12. Qualitätsbericht der KBV

in Politik

Berlin – Gesundheitspolitik, Krankenhauslandschaft, Ärztemangel, allgemein die Qualität der medizinischen Versorgung sind derzeit in aller Munde. Passend hierzu liegt seit dieser Woche nun der inzwischen zwölfte Band des Qualitätsberichts der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vor, in dem  über den aktuellen Stand der Qualitätsförderung in der vertragsärztlichen Versorgung informiert wird. Der jährlich erscheinende Qualitätsbericht stellt aktuelle Themen des Berichtsjahres vor und gibt einen Überblick über das Genehmigungs- und Prüfgeschehen der ambulanten Qualitätssicherung in Deutschland. Die KBV und die Kassenärztlichen Vereinigungen stellen in dem Qualitätsbericht ausgewählte Aktivitäten und Initiativen vor. Verschiedene weitere Institutionen wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin oder das Kompetenzzentrum Hygiene und Medizinprodukte haben ebenfalls zu dem Bericht beigetragen.

Berlin - Das Problem der Infektionsgefahren in deutschen Krankenhäusern ist seit Jahren virulent und weitet sich zunehmend aus. In immer kürzeren Abständen war in jüngster Zeit in den Medien von Kliniken mit darauf zurückzuführenden Todesfällen berichtet worden. Es ist von etwa 15.000 Menschen die Rede, die jährlich an sogenannten multiresistenten Keimen in Krankenhäusern zu Tode kommen. Schenkt man den Zahlen, welche die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) veröffentlicht Glauben, dann ist jährlich von ungefähr 900.000 nosokomialen Infektionen auszugehen, wovon sogar 30.000 mit tödlichem Ausgang enden.