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Schnellroda – Kürzlich hat das Institut für Staatspolitik (IfS) mit „Die Flüchtlingsindustrie“ eine fundierte und gut recherchierte Studie vorgelegt, in der die Profiteure des momentanen Asylzustroms identifiziert werden. Bei DERFFLINGER wurden die Publikation und die Lösungsansätze der Autoren ausführlich besprochen (siehe: www.tinyurl.com/nlk3rxb).

 

Donnerstag, 15 Oktober 2015 15:26

Prof. Sinn fordert Neustart für Euro-Zone!

München - Nachdem bereits sein Buch „Die Target-Falle“ ein Verkaufsschlager wurde, da nicht allein fachlich fundiert, sondern ebenso auf der Höhe der Zeit, dürften die Erwartungen für das mehr als 500-seitige neue Buch „Der Euro“ des scheidenden ifo-Chefs Prof. Hans-Werner Sinn nicht geringer anzusetzen sein. Als Quintessenz des Werks kann die Feststellung gelten, daß der Euro mit dem Anspruch als Friedensprojekt gestartet ist, aber als Zankapfel endete, weshalb die Euro-Zone eines grundlegenden Neustarts bedürfe. H.-W. Sinn blickt jedoch auch über den allein währungspolitischen Horizont hinaus und mahnt an, daß Europa angesichts der Herausforderung durch Flüchtlingskrise und Kriege im Umfeld eine neue Perspektive brauche. Umso mehr spricht sich der renommierte Wirtschaftsprofessor deshalb gegen eine Schuldengemeinschaft aus, die Summen von derartigen Ausmaßen erfordern würde, welche sogar die stärksten Staaten noch überforderte.

Nikosia – Ab kommenden Montag wird die Europäische Zentralbank (EZB) der wichtigste Akteur am Anleihemarkt. Dann nämlich will die Notenbank ihr über eine Billion Euro schweres Kaufprogramm starten, wie EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der Ratssitzung in Nikosia auf Zypern ankündigte. Der frühere Goldman-Sachs-Manager will eine Geldflut nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed lostreten, die der Konjunktur der Euro-Zone auf die Sprünge helfen und erklärtermaßen für mehr Inflation sorgen soll. Die Leitzinsen ließ die EZB bei ihrer Zypern-Sitzung auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent.

Frankfurt am Main - Rettungsschirm raus – Rettungsschirm rein? Erst im Mai hat Portugal den Rettungsschirm verlassen und schon ziehen finanzpolitische Gewitterwolken über Portugals größter Bank auf. Nachdem die Kurse der Banco Espirito Santo empfindlich einsackten, setzte die Börsenaufsicht in Lissabon das Institut vom Handel bei einem Kurs von 0,50 Euro aus. Die Börsenaufsicht Großbritanniens verbot Leerverkäufe von BES-Titeln, um das Papier durch Wetten auf weiteren Kursverfall nicht noch stärker unter Druck geraten zu lassen. Ursache der neu aufgeflammten Schieflage soll eine Überschuldung des Großaktionärs ESFG sein, der den Kapitaldienst für Kredite von über sieben Milliarden Euro nicht mehr vollständig zu leisten imstande sei. Gegen die in Luxemburg ansässige Muttergesellschaft Espirito Santo International laufen bereits seit längerem Untersuchungen auf Unregelmäßigkeiten und auch bei der ebenfalls der Finanzgruppe angehörigen Banco Espirito Santo Angola sollen jüngst 5,7 Milliarden verschwunden sein.