www.derfflinger.de

München - Nach einem Interview der „Welt“ gegenüber steht für den renommierten Ökonomen, Ifo-Chef Hans-Werner Sinn, fest, daß Griechenland gar keine andere Wahl habe, als den Euro zugunsten einer eigenen Nationalwährung aufzugeben, wobei Sinn ein erstes schwieriges Jahr voraussagt, jedoch dadurch absehbar eine Chance zur wirtschaftlichen Gesundung sieht. Der erfahrene Volkswirt geht davon aus, daß die Euro-Länder nicht ausreichend schnell vor der Zahlungsunfähigkeit Griechenlands ihre Parlamente mit dem Sachverhalt befassen werden, wodurch die Einführung einer eigenen Währung alternativlos wird. Die Vergabe weiterer ELA-Kredite durch die EZB ist aufgrund der Feststellung des EFSF, daß Griechenland nicht mehr solvent ist, nicht länger zulässig, und dürfte ihr baldiges Ende finden. Laut Sinn fiel die EZB mit ihrem Handeln längst den Verhandlungsführern mit Griechenland in den Rücken.

München - Wenn der renommierte Wirtschaftswissenschaftler und Chef des ifo-Instituts Hans-Werner Sinn sich zu aktuellen Entwicklungen der Weltwirtschaft äußert, wird das vielerorts sehr ernst genommen. Er gilt trotz seiner einflussreichen Stellung als Querdenker, der sich auch nicht scheut, heilige Kühe zu schlachten. So hat er bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass der Euro nicht zum Götzen erhoben werden dürfe und es durchaus legitim sei, darüber nachzudenken, den Euro zu verlassen.

Frankfurt am Main - Die Prognosen der Wirtschaftsinstitute und vieler Börsenanalysten verdunkeln sich zunehmend. Auch der deutsche Aktienindex DAX hat dies mit verlustreichen Wochen bereits zu spüren bekommen. Die Anleger schauen immer verunsicherter in die nahe Zukunft.

München - Der renommierte Chef des Münchner ifo-Instituts Prof. Hans-Werner Sinn, der jüngst mit „Die Target-Falle“ auch als Fachbuchautor auf sich aufmerksam machte, entwickelt sich immer mehr zu einem personifizierten Widerspruch zur gegenwärtigen Bundes- und Europapolitik. Sinn, der von Anfang an Kritik an der Euro-Rettungspolitik übte, verurteilt die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) unter Mario Draghi scharf. Die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen, die in keiner Weise eine marktgerechte Entwicklung darstellen, bezeichnet der erfahrene Ökonom als einen strukturpolitischen Fehlanreiz, der unrentable Unternehmungen im Markt hält und einen Strukturwandel behindert. Zudem prophezeit Sinn eine dadurch induzierte Fortsetzung der Schuldenwirtschaft sowohl auf staatlicher, als auch auf Bankenebene. Mit Blick auf die Privathaushalte sieht er zudem die Gefahr, durch billiges Geld eine gefährliche Schieflage im Immobiliensektor einzuleiten.