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Berlin - Die Gemälde des Impressionismus und des Expressionismus sind weltweit Publikumsmagneten. Noch bis zum 20. September präsentiert die Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin eine einzigartige Ausstellung, die sich erstmals dem Vergleich beider Stile widmet. Sowohl Beispiele des Impressionismus, der ein neues Naturgefühl verkörpert, einen neuen Sinn für Realismus in der Darstellung atmosphärischer Stimmungen und neue Liebe zu dem flüchtigen Spiel des Lichts und dem flüchtigen Strich des Pinsels, als auch des Expressionismus, der in seiner antinaturalistischen Tendenz nach der Sichtbarmachung des Hintergründigen von Form und Farbe strebt, werden mit etwa 160 Meisterwerken vorwiegend deutscher und französischer Künstler gezeigt. Vielleicht ist genau diese Form der Ausstellung bestens geeignet, zu erklären, worin die Bewunderung dieser beiden Stile oder vielleicht auch Stilabweichungen zu Gründerzeit und Jugendstil begründet liegt.

Winterthur - In der Schweiz bieten sich dem kunstsinnigen Zeitgenossen zwei Ausstellungen zum Besuche an, die in mancher Hinsicht eine sich ergänzende Funktion zu erfüllen imstande sind, wenngleich sie auch unabhängig voneinander agieren und dem kein vorab geplanter konzeptioneller Impetus vorangeht. Bis 10. Mai zeigt das Kunsthaus Zürich seine Schau „Monet, Gauguin, van Gogh...Inspiration Japan“, die die Bedeutung des sogenannten Japonismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts herausstellt. Und bis zum 07. Juni 2015 ist in Winterthur die Ausstellung „Victor Chocquet, Freund und Sammler der Impressionisten Renoir, Cézanne, Monet, Manet“ aus der Sammlung Oskar Reinhart zu bewundern.

Wuppertal - Nach den Ausstellungen zur Schule von Barbizon, zu Renoir, Monet und Sisley stellt das Von der Heydt- Museum gegenwärtig bis zum 22. Februar 2015 Camille Pissarro in den Mittelpunkt einer großen Ausstellung unter dem Motto „Pissarro – Der Vater des Impressionismus“. Anhand von rund 130 Werken wird der Lebensweg und die künstlerische Entwicklung Pissarros von seinen ersten Werken, die noch in Südamerika entstanden, bis zu seinen letzten Bildern, die Pissarro in Paris und an der Küste der Normandie malte, nachgezeichnet. Da auch seine Freunde sehr experimentierfreudig waren, werden teilweise auch deren Bilder denen Pissarros gegenübergestellt, um das Geflecht der Beziehungen zwischen den verschiedenen Künstlern und Gruppierungen sichtbar und erfahrbar zu machen. So sind auch Werke dieser Epoche von beispielsweise Courbet, Corot, Cézanne, Manet, Monet, Gauguin, van Gogh und anderen Künstlern zu bestaunen, insgesamt wird die Kunst Pissarros um 61 Grafiken und 45 begleitende Gemälde von rund 30 seiner Zeitgenossen ergänzt.

Freitag, 25 Juli 2014 13:58

Gustave Courbets nackte Tatsachen

Paris - Der französische Maler Jean Désiré Gustave Courbet (1819 bis 1877) gilt als bedeutender Meister der Epoche des "Realismus". Eigentlich hätte der 1819 in Ornans bei Besancon geborene Gustave Courbet ein Kind des "Empire" sein sollen. Doch der zu spätgeborene verpasste die Reichskunst des Napoleon I. Bonaparte um Jahre. So durfte er seine Kunstfertigkeit im beginnenden Zeitalter der Moderne, dessen erste Epoche der Realismus war und dem so entscheidende Stilrichtungen wie "Impressionismus" und "Expressionismus" folgten, widmen.