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Berlin – Seit Jahren diskutieren Politik und Medien über den Fortgang oder auch ausbleibenden Fortgang des Ausbaus der Breitband-Infrastruktur und trotz maroder Brücken war die sogenannte Datenautobahn häufig die meistdiskutierte Verbindung. Doch war es bislang überwiegend eine Frage der regionalen Standortwettbewerbsfähigkeit mit Blick auf Teilnahme an Ausschreibungen oder ähnlichem, das oftmals von im ländlichen Raum befindlichen Unternehmen nicht auf Augenhöhe mit denjenigen in gut ausgebauten Verdichtungsräumen wahrzunehmen war, geht es inzwischen um sogar um die künftige Abwicklung von Produktionsprozessen selbst. Die nächste ökonomische Revolution unter dem Schlagwort Industrie 4.0 verlangt nach tiefgreifenden strukturellen Veränderungen, für die von den Wirtschaftsakteuren nun seitens der Politik die dementsprechenden Rahmenbedingungen gefordert werden. Dieses Thema begleitet auch das Weltwirtschaftsforum in Davos. Manche Wirtschaftsbranche artikuliert diesbezüglich jedoch Defizite in Deutschland, so beispielsweise der Maschinenbau.

Berlin – Blinde Fortschrittsgläubigkeit muss nicht zwingend ein Kennzeichen von besonderer Weitsichtigkeit sein, und so mancher Fortschritt voreilig in Marsch gesetzt, lässt die Frage nach dem gesellschaftlichen Vorteil unbeantwortet. Aktuell wäre diese Debatte aus Sicht der arbeitsmarktrelevanten Technikfolgenabschätzung im Zusammenhang mit der unter Industrie 4.0 bezeichneten Digitalisierung der Industrielandschaft angebracht. Immerhin soll laut einer neuen Studie besagte Digitalisierungsoffensive in den kommenden fünf Jahren eine Vielzahl an Büro- und Verwaltungsstellen obsolet machen. Die Rede ist von etwa fünf bis sieben Millionen Arbeitsplätzen weltweit, wobei es vor allem in der deutschen Arbeitswelt zu erheblichen Umbrüchen kommen soll. Diesem Befund liegt eine noch unveröffentlichte Untersuchung des Weltwirtschaftsforums zugrunde, auf die sich die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berief.

Dienstag, 12 Januar 2016 02:23

Zukunftunsicherheit beim VDMA!

Frankfurt a.M. – Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes des Deutschen Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Thilo Brodtmann äußerte sich zum Jahreswechsel zu einigen zentralen, insbesondere seine Branche betreffenden, wirtschaftlichen Fragen, wobei er deutlich machte, dass absehbar auch das Jahr 2016 als schwierig einzuschätzen ist. Immerhin mehr als 40 % aller Exporte unserer Industrie gehen in das EU-Ausland und die Abhängigkeit von diesem Markt dürfte aufgrund der zunehmenden Schwäche der Schwellenländer sowie nicht zuletzt mit Blick auf die Sanktionen gegenüber Russland keineswegs abnehmen. Umso verständlicher die Sorge des Verbandschefs über das Versagen der Europäischen Institutionen und deren Personal, das nicht nur immer weniger in der Lage ist, bei den entscheidenden Herausforderungen zu gemeinsamen Lösungen gelangen zu können, sondern nahezu jeden größeren Entscheidungsprozess in Europa gleich zu einer Krise werden lässt.