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Innsbruck - Luis Amplatz gründete 1959 mit Sepp Kerschbaumer und Georg Klotz den Befreiungsausschuß Südtirol, der sich der Loslösung von Italien verschrieben hatte. Nachdem er, um einer drohenden Verhaftung zu entgehen, nach Österreich geflüchtet war, kehrte er in seinem tragischen Todesjahr 1964 heimlich nach Südtirol zurück. Auf einer Hütte wurde Amplatz nachts inmitten des Schlafes von einem vermutlichen Agenten des italienischen Geheimdienstes erschossen. Mit einem Brief an Verbände, den deutschen und ladinischen Südtiroler Landtagsabgeordneten sowie weiteren Persönlichkeiten wirbt bzw. ersucht der Südtiroler Heimatbund (SHB) derzeit anläßlich des 50. Todesjahrs um Unterstützung für eine Luis-Amplatz-Straße in Innsbruck. Der Südtiroler Heimatbund stellt dabei klar, daß Luis Amplatz nie wegen Gewalt gegen Personen angeklagt wurde, sondern seine lebenslängliche Verurteilung nur einem menschenrechtswidrigen Abwesenheitsprozess ohne Verteidigungsmöglichkeit und dem faschistischen Paragraphen “Anschlag auf die Integrität des Staates” verdankt. Auf die Stadt Innsbruck fiel die Wahl, weil aus politischen Gründen eine Straßenbenennung in Bozen nicht möglich wäre und aufgrund der bisherigen auf faschistische Persönlichkeiten zurückgehenden Nomenklatura nicht als Ehrenbezeugung für Luis Amplatz angesehen werden könnte.

Innsbruck - Für helle Empörung sorgt derzeit in Tirol der durch die Freiheitlichen erbrachte Nachweis, daß in Innsbruck eine betrügerische Bettlermafia zugange ist. Mit Hilfe eines Privatdetektivs gelang es der Tiroler FPÖ, die Innsbrucker Bettlerszene zu durchleuchten und ein Netzwerk nachzuweisen, dem die einzelnen Bettler angehören.

Schwarze und Rote zeigten sich empört über das Vorgehen der FPÖ, durch die Medien ging ein politisch korrekter Aufschrei. Während die „Tiroler Tageszeitung“ die Überwachung der Bettlermafia durch einen professionellen Detektiv als „Spionagewesen“ denunziert, spricht die SPÖ von einer „menschenverachtenden“ Vorgehensweise der Freiheitlichen.

Wien - Die „Sozialistische Jugend in Österreich“ (SJÖ) setzt sich ehrgeizige Maßstäbe. Programmatisch fordert sie: „Lieber bekifft ficken als besoffen fahren“. Solche Positionen setzen sich mittlerweile offenbar auch bei den „Erwachsenen“ in der Partei durch – jetzt denkt die Tiroler SPÖ laut und offiziell über eine Cannabis-Legalisierung nach.