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Berlin – Der Verband des Deutschen Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) kritisiert eine Benachteiligung junger und innovativer Unternehmen bei Investitionen. Eine vom ifo-Institut im Auftrag der IMPULS-Stiftung des VDMA erstellte Studie kommt zu der zentralen Feststellung, dass Unternehmen, die Investitionen mit Eigenkapital finanzieren und geringere Chancen für eine Fremdfinanzierung haben, also insbesondere junge und innovative Unternehmen, aufgrund der geltenden Steuerregeln benachteiligt sind. Infolge des Studienergebnisses wäre die Politik gefordert, das erkannte Investitionshemmnis durch eine Finanzierungsneutralität der Besteuerung aufzuheben. Mit Blick auf den Maschinen- und Anlagenbau kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich die Investitionstätigkeit der Unternehmen insbesondere auf Kapazitätserweiterungen fokussiert. Daneben stellen Ersatzbeschaffungen ein bedeutendes Investitionsmotiv dar.

Berlin – Quartalsweise wird mittels einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des DBV, des VDMA Fachverbandes Landtechnik und der Landwirtschaftlichen Rentenbank das sogenannte „Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar“ ermittelt. Für das aktuelle Barometer befragte das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt rund 2.100 Landwirte und Lohnunternehmer in ganz Deutschland. Die Ergebnisse zeigen eine weiter verschlechterte wirtschaftliche Stimmungslage in der deutschen Landwirtschaft. Eine angespanntere Liquiditätslage in vielen Betrieben führt zu einem weiteren drastischen Rückgang der Investitionsbereitschaft. Das für die nächsten sechs Monate geplante Investitionsvolumen mit 3,3 Mrd. € weist auf einen erneuten Tiefpunkt hin. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sind das 1,4 Mrd. €, gegenüber dem Stand von vor zwei Jahren sogar 3,0 Mrd. € weniger. Nur 28 % der Landwirte wollen in den kommenden sechs Monaten investieren; vor einem Jahr waren es noch 34 %, vor zwei Jahren 40 %. Die Investitionszurückhaltung betrifft alle Betriebsformen.

Freitag, 15 Januar 2016 21:37

Bauprognose 2016 mit Licht und Schatten

Berlin – Die Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Prof. Thomas Bauer und Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, stellten in diese Woche anlässlich der Jahresauftakt-Pressekonferenz der beiden Bauspitzenverbände in Berlin ihre Bauprognose 2016 vor. Spürbare Impulse erwarten sie im Wohnungsbau und im öffentlichen Bau, weshalb sie auch - aus heutiger Sicht, wie sie ausdrücklich betonen - mit einem Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 3,0 % rechnen. Allerdings setzen die Branchenverbände hierfür einige politische Rahmenbedingungen voraus, die erst noch umzusetzen wären. Ebenso kritisieren sie so manche Entwicklung. Mit Blick auf den Wohnungsbau erklären die Verbände, dass eine anhaltende Binnenwanderung sowie die steigende Zahl an Flüchtlingen die Fertigstellung von jährlich mehr als 400.000 Wohnungen erforderlich mache. Dies könnte in der Tat ein zuversichtlich stimmendes Konjunkturprogramm für die Branche sein, doch hängt dies immer noch von der Frage ab, wer dies letztendlich bezahlen wird.