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Berlin - Dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wenige Tage nach dem Zustandekommen des Atomdeals mit Iran in den Staat reiste, der noch vor wenigen Jahren als „Schurkenstaat“ bezeichnet wurde, hat ihm innenpolitisch nicht nur Zuspruch eingebracht. Gabriel ging es darum, die wirtschaftlichen Möglichkeiten auszuloten. Gabriel machte aber auch deutlich, dass er mit den Verantwortlichen Irans über die Situation der Menschenrechte und das Existenzrechts Israels sprechen wolle. Er wisse aber auch, dass es in dieser Frage unterschiedliche Sichtweisen gebe.

Tel Aviv - Der Auftritt Benjamin Netanjahus vor dem US-Kongress markiert einen neuen Tiefpunkt im Verhältnis zwischen dem Ministerpräsidenten Israels und Barack Obama. Netanjahu war wieder einmal gekommen, um für eine harte Haltung im Atomstreit mit dem Iran zu werben und Amerika zu warnen, allerdings nicht auf Einladung des US-Präsidenten, sondern seines schärfsten innenpolitischen Widersachers John Boehner, dem republikanischen Sprecher des Repräsentantenhauses. Obama fühlte sich deshalb nicht ohne Grund düpiert und lehnte ein Treffen mit Israels Premier im Weißen Haus ab. Auch Vize-Präsident Joe Biden und Außenminister John Kerry waren demonstrativ verhindert.

Teheran - Aus Protest gegen die erneuten Mohammed-Karikaturen des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ erklärt das iranische Haus der Karikaturen in Teheran die Leugnung des Holocausts zum Thema des zweiten internationalen Karikaturenwettbewerbs.

Donnerstag, 29 Januar 2015 13:40

Russland im Visier der Ölpreismafia

in Politik

Magdeburg - Nicht nur Russlands Präsident Wladimir Putin führt die seit Monaten andauernde Talfahrt des Ölpreises auf ein politisches Komplott zurück, auch sein venezolanischer Amtskollege Nicolás Maduro hat die Vermutung, dass Saudis und Amerikaner eine gemeinsame Strategie zur Schwächung ihrer Gegner fahren.

Samstag, 17 Januar 2015 18:00

Geplanter „Clash of Civilizations“?

Magdeburg - Kurz bevor in Paris die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ überfallen wurde, gab der bekannte Bestsellerautor und Terrorexperte Gerhard Wisnewski dem staatlichen iranischen Sender IRIB ein Telefoninterview, in dem er sich auch zu islamkritischen Bestrebungen äußerte – ein erstaunlicher Zufall. Der „Kopp Verlag“ hat nun den Wortlaut dieses Interviews veröffentlicht. Wisnewskis Aussagen sind vor dem Hintergrund des Terrors in Paris besonders interessant.

Paris - Der Generalsekretär der libanesischen Hizbollah, Scheich Hassan Nasrallah, hat in einer Videobotschaft den Überfall auf die Redaktion der Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ schärfstens verurteilt. Die gewalttätigen Aktionen von einigen muslimischen Militanten hätten dem Islam mehr Schaden zugefügt als die Menschen, die sie angegriffen haben. Die Täter hätten den Propheten Mohammed wesentlich stärker verächtlich gemacht als die Journalisten, die Karikaturen veröffentlicht hätten, um den Islam zu verspotten, so der schiitische Führer in Beirut.

Donnerstag, 20 November 2014 23:14

Atomstreit mit Iran vor einer Lösung?

in Politik

Magdeburg - In wenigen Tagen läuft eine an Iran gesetzte Frist des Westens ab. Laut der US-amerikanischen Regierung stehen die Chancen auf eine Einigung bei 40 bis 50 Prozent. Von US-Seite war zu hören, dass 90 Prozent des Vertrags abgearbeitet seien. Das Zustandekommen des Gesamtvertrags könne nun an den fehlenden zehn Prozent scheitern. Am kommenden Wochenende wird in Wien über die Fortsetzung des iranischen Atomprogramms verhandelt. Am Verhandlungstisch werden die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Iran Platz nehmen.

Sonntag, 28 September 2014 22:26

Atomgespräche mit Iran kommen nicht voran

in Politik

Berlin - Die Eiszeit zwischen dem Westen und Iran ist vorbei, seit die USA den Iran brauchen, um im Nahen und Mittleren Osten voranzukommen. Es ist immer wieder bemerkenswert, wie aus einem zu zerstörenden „Schurkenstaat“ plötzlich wieder ein Verbündeter werden kann.

Berlin - Israel macht sich seit Jahrzehnten der verschiedensten Menschenrechtsverletzungen schuldig. Trotz der Tatsache, dass Israel seit Jahrzehnten palästinensische Siedlungsgebiete zerstört und zahlreiche US-Resolutionen ignoriert hat, beliefert Deutschland Israel mit Kriegsgerät.

Berlin - Für die Bundeswehr wird es offenbar eng. Nachdem bereits der letzte Bundesverteidigungsminister, der inzwischen ins Innenressort übergewechselte Thomas de Maizière (CDU), Engpässe beim Personalaufwuchs einräumen mußte, sieht sich die Bundeswehr veranlaßt, drastischere Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung zu ergreifen. Sie nimmt inzwischen auch Minderjährige aufs Korn ­– und zieht sich damit prompt Kritik zu.