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Frankfurt am Main - Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die permanenten Ela-Kredite der EZB für angeschlagene griechische Banken scharf kritisiert und vor einer indirekten monetären Staatsfinanzierung Griechenlands durch die Euro-Notenbanken gewarnt. „Allen Parteien in den gegenwärtigen Verhandlungen sollte klar sein, dass das Eurosystem keine Brückenfinanzierung für Griechenland bereitstellen darf, auch nicht in Vorwegnahme späterer Auszahlungen von Hilfsgeldern“, so der Bundesbank-Chef.

Frankfurt am Main - Mario Draghi läßt die EZB die Zinsen nahe der Nulllinie festhalten, das Anleihenankaufprogramm unvermindert fortsetzen und die ELA-Notkredite für Griechenland nach wie vor nahezu wöchentlich ausweiten, aber dennoch verbesserte sich bislang die wirtschafts- und fiskalpolitisch bedenkliche Gesamtsituation ebenso wenig, wie sich die mit dieser Zentralbankpolitik verbundenen Risiken in Luft auflösten. Und obgleich Draghi nicht umhinkommt, einzuräumen, daß weder sein Vorhaben einer Anhebung der Inflation, noch konjunkturpolitisch innerhalb der Eurozone eine seiner Maßnahmen von Fortschritten gekrönt wurden, bekräftigte der EZB-Chef am Donnerstag in Washington, sein seit März diesen Jahres praktiziertes Wertpapierkaufprogramm unvermindert fortsetzen zu wollen. Draghi beteuerte, daß es nach der siebenjährigen Flaute eben noch einige Zeit in Anspruch nehmen würde, ehe die EZB-Programme zum Erfolg führen würden.Geht es nach Mario Draghi, wird die EZB noch bis September 2016 für monatlich 60 Mrd. € auf Einkauftour am Anleihenmarkt gehen. Eine marktverzerrende Wirkung dieser Maßnahme darf als sicher angenommen werden.

Nikosia – Ab kommenden Montag wird die Europäische Zentralbank (EZB) der wichtigste Akteur am Anleihemarkt. Dann nämlich will die Notenbank ihr über eine Billion Euro schweres Kaufprogramm starten, wie EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der Ratssitzung in Nikosia auf Zypern ankündigte. Der frühere Goldman-Sachs-Manager will eine Geldflut nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed lostreten, die der Konjunktur der Euro-Zone auf die Sprünge helfen und erklärtermaßen für mehr Inflation sorgen soll. Die Leitzinsen ließ die EZB bei ihrer Zypern-Sitzung auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent.

Frankfurt am Main - Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi hatte bereits im Jahr 2012 angekündigt, notfalls unbegrenzt die Notenpresse anzuwerfen, um den Euro zu retten. Das wird nun möglicherweise in die Tat umgesetzt. Doch es regt sich Widerstand – nicht nur gegen die Politik, sondern auch gegen das Machtgehabe Draghis.

Montag, 22 Dezember 2014 16:14

Deutsches Gold wird zurückgeholt

Frankfurt am Main - Viele Deutsche haben darauf gewartet: das deutsche Gold, das seit Jahrzehnten im Ausland lagert, soll nach Deutschland zurückkehren. Viele Deutsche sind skeptisch, ob das deutsche Gold im Ausland denn sicher sei und für den Krisenfall auch greifbar wäre.

Frankfurt am Main - Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat sich erneut gegen den von der Europäischen Zentralbank (EZB) geplanten massenhaften Ankauf von Staatsanleihen („Quantitative Easing“) ausgesprochen. Es bestehe „keine Notwendigkeit, die geldpolitischen Stimuli auszuweiten“, so Weidmann am Montag bei einem Auftritt vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. Eine Deflation drohe erst, wenn es zu einer erwartungsgetriebenen Abwärtsspirale aus negativen Inflationsraten, rückgängigem Wirtschaftswachstum und Lohnsenkungen komme.

Frankfurt am Main - Kürzlich kündigte EZB-Chef Mario Draghi – allerdings ohne Nennung eines konkreten Datums – das mit einem Volumen bis zu 1000 Milliarden Euro größte Anleihekaufprogramm in der Geschichte der Notenbank an. Welche Folgen dieses „Quantitative Easing“ für die europäischen Volkswirtschaften haben wird, ist derzeit kaum abzusehen. Die Effekte fallen nach Ansicht namhafter Experten allerdings gering aus. Außerdem gibt es schwerwiegende juristische Bedenken.

Freitag, 05 Dezember 2014 11:45

Weidmann kritisiert EU-Kommission

in Politik

Frankfurt am Main - Einer der Wenigen, die sich derzeit noch eine unabhängige Meinung erlauben und offen Protest gegen die Politik der EU sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) anmelden, ist Bundesbank-Präsident Jens Weidmann.

Frankfurt am Main - Die Pläne des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, Ramschanleihen der europäischen Krisenstaaten aufkaufen zu wollen, geraten zunehmend in die Kritik. Der Chef der Bundesbank, Jens Weidmann, warnt davor, dass der Aufkauf dazu führen könnte, dass Kreditrisiken „auf die Notenbank und damit den Steuerzahler verlagert“ werden.