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Brüssel - Wenn um die Abhaltung von Wahlen in Osteuropa oder der Dritten Welt geht, sind EU-Politiker rasch mit dem Vorwurf der Wahlmanipulation zur Hand. Dabei gibt die Europawahl am gestrigen Sonntag Anlaß genug, unter demokratiepolitischen Aspekten auch die Europäische Union zu kritisieren. Denn das Ergebnis der Wahl könnte durch ein organisatorisches Chaos verfälscht worden sein, das die EU-Wahlbürokraten nicht in den Griff bekommen haben. Wenn Wahlberechtigte nämlich im EU-Ausland leben, kann es passieren, daß sie zwei Wahlbenachrichtigungen erhalten. So erhalten beispielsweise Deutsche, die in Belgien oder den Niederlanden wohnhaft sind, von beiden Ländern Wahlunterlagen zugesandt.