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Leonberg – Die Geschichte des deutschen Idealismus ist unauflöslich mit den drei großen Namen Fichte, Schelling und Hegel verbunden. Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, ab 1812 Ritter von Schelling, erblickte am 27. Januar 1775 in im württembergischen Herzogtum gelegenen Leonberg das Licht der Welt. Schelling stammte aus einer alteingesessenen schwäbischen Pfarrersfamilie. Das intellektuelle Milieu in Schellings Elternhaus, einer alteingesessenen schwäbischen Pfarrersfamilie, war geprägt durch die protestantische Mystik und pietistische Innerlichkeit. Der als geistig frühreif geltende Schelling erlernte neben Griechisch und Latein auch Hebräisch, Arabisch sowie auch neuere Sprachen. Schelling war als überwiegend ästhetische Natur nicht nur Denker, sondern auch Künstler, der der Künstlergeneration seiner Zeit nahestand und seinerseits im bayerischen König Maximilian II. einen glühenden Bewunderer fand.

Magdeburg - Bis zum 31. November ist in der „Kleinen Galerie“ die Ausstellung „Rhythmen“ zu besuchen, die einen der bekanntesten Bestandteile der Bibel in weltlicher Darstellung vergegenwärtigt. Mit dem Thema „Hohelied der Liebe“ überträgt der Künstler Peter Weidl Motive des Alten Testaments in die Neuzeit und orientalische Darstellung in das Abendland. Er bedient sich daher Tuschezeichnungen, Aquarelle und Skulpturen. Als selbstgesetzte Zielstellung gibt der Künstler an, das Allgemeingültige aus den Bibelversen herausgearbeitet haben zu wollen. Offensichtlich versteht er unter dem Allgemeingültigen das Wesentliche, auf dessen Kern der Künstler die Darstellung der Verse in seiner Gestaltungssprache entkleiden will. Die maximale Reduktion ist eines der beiden Hauptmerkmale der Werke Weidls. Das zweite Gestaltungselement, dessen er sich bedient, ist die Bewegung. Dem Künstler gelingt es dadurch, passend zum Motiv der Liebe, einer lebenswirklichen Spannung zwischen zwei gegensätzlichen Polen Ausdruck zu verleihen. Durch die angewandte Technik gewinnen seine Kunstwerke einerseits etwas sehr Dynamisch-Kraftvolles, aber wirken andererseits gleichzeitig auch äußerst fragil. Attribute, die beide ungeschmälert der Liebe zugeschrieben werden können. Entgegen der in den Bibelversen durchklingenden, opulenten, orientalischen Üppigkeit entspricht Peter Weidls Prinzip der Reduktion der analytischen Weltschau des europäischen Abendlandes, die im faustischen Geist zu erkennen trachtet, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Magdeburg - Die Italienerin und Kunstexpertin Mina Gregori behauptet, das Original des seit vierhundert Jahren verschollenen Kunstwerks "Maria Magdalena in Ekstase" des Barockmalers Michelangelo Merisi da Caravaggio in einer privaten europäischen Sammlung entdeckt zu haben.

Donnerstag, 23 Oktober 2014 19:15

NRW will Kunst des Landes zu Geld machen

Düsseldorf - Zwei Werke von Andy Warhol sorgen derzeit für regen Diskussionsstoff in Nordrhein-Westfalen. Der Casinobetreiber Westspiel habe die Bilder Triple Elvis und Four Marlons zur Auktion bei Christie’s New York angemeldet. Jedoch: Westspiel ist eine Tochterfirma der landeseigenen NRW Bank und somit in staatlicher Hand. Die Bilder somit zumindest indirekter Staatsbesitz. Museumsdirektoren des Landes sind entsetzt und fürchten den Tabubruch, wenn erstmals wieder Kulturschätze zur Sanierung maroder Staatskassen eingesetzt werden.

Magdeburg - Rom ist für sich allein genommen schon eine Präsentation alter Kunst, doch ein Kunstmekka der ganz besonderen „Art“ wird die Hauptstadt Italiens zur Biennale „Internazionale di Antiquariatio“, die ab dem heutigen 01. Oktober bis zum 06. des Monats stattfindet. Auch wenn manche Stimmen die Biennale für die Alte Kunst in Rom als antiquierte Veranstaltung schmälern, weil vielleicht im Gegensatz zu früher weniger internationale Kunsthändler daran teilnehmen, wird dennoch der Palazzo Venezia wieder ein Stelldichein der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Elite, eingerahmt von Künstlern, Händlern und Liebhabern werden. Dafür dürften neben den besonderen Ausstellungsgegenständen allein schon das Renommee der Stadt im Allgemeinen und die Atmosphäre der Lokalität im Stile der Frührenaissance im Speziellen Sorge tragen. Im Gegensatz zu früheren Ausstellungen werden in diesem Jahr mit High-Tech-Methoden, wie speziellen Apps, die Werke alter Kunst zeitgemäß in die Öffentlichkeit transportiert.

München - Künstler geboren aus Unzufriedenheit und Lust. Aus diesen Polen floß die Spannung, die Remo Leghissa vom Forstwirtschaftsstudium zur Kunst leitete. Und wer den heutigen Künstler Remo Leghissa kennt, kann sich dieses fleischgewordene Perpetuum Mobile der Kreativität trotz der unübersehbaren Naturverbundenheit auch nicht als Forstwirtschaftsbeamten vorstellen. Doch war es nicht die Berufsperspektive allein, die den Sohn eines Italieners und einer deutschen Mutter empfänglich für den Kuß der Muse machte, sondern eben auch die Lust auf die Schaffung in ihm selbst verborgener Formen, wie er sagt. Insofern ist die Kunst Leghissas in einer sehr persönlichen Form extrovertiert, worin vielleicht auch der nicht zu leugnende spezielle Wiedererkennungswert seiner Werke liegt. Seine Kunst tritt dem Betrachter oftmals nicht eindeutig als gegenständlich oder abstrakt gegenüber und erscheint zwitterhaft als Wanderer zwischen Abstraktion und figürlichen Welten. Jedoch war für den 100%-igen Kunstautodidakten für beide Stile nicht die Moderne inspirierend. Die zur Geburt drängenden in ihm schlummernden Formen fand Remo Leghissa vorwiegend im Altertum, wobei auf ihn mehr noch als das griechisch-römische Form- und Ästhetikverständnis die Abstraktion der Kelten faszinierend wirkten.

Freitag, 15 August 2014 03:06

Hugo Nefe: Kunst darf auch schön sein!

München - Vom ostbayerischen bis in den fernöstlichen Raum reicht die Kunst des im Gäuboden beheimateten Künstlers Hugo Nefe, der in China bekannter als in Deutschland ist. Hugo Nefe wurde 1956 in Simbach am Inn geboren, und machte nach dem Besuch eines humanistischen Gymnasiums seinen Keramiker-Meister, bis er 1982 freischaffend als bildender Künstler und Buchautor tätig wurde und bis zum heutigen Tage erfolgreich tätig ist. Das Atelier, des naturverbundenen Künstlers, dem die urbanen Zentren nie zur Heimstätte wurden, befindet sich fern der Metropolen in der Dorfidylle des Örtchens Reißing im niederbayerischen Gäuboden, was allerdings keineswegs bedeutet, daß er nicht den Weg in die weite Welt gefunden hätte. 1992 erhielt er als erster ausländischer Künstler eine Einzelausstellung im renommierten Shenzhen Art Museum in China. Seine One-Man-Show, wie Nefe es nennt. Seither begeistert er sich für die uralte Kultur des Landes und seiner Menschen, eine Begeisterung, die sich auch in seinem Buch - Nefe malt auch mit Buchstaben, wie er selber sagt - „Das geheime Portal“ niederschlägt.

Mittwoch, 13 August 2014 16:31

Neue Nationalgalerie zeigt Staeck-Plakate

Berlin - Seit dem 7. August zeigt die Neue Nationalgalerie Berlin die aktuelle Ausstellung von Klaus Staeck. Gemäß dem Titel "Die Kunst findet nicht im Saale statt" wurden zehn unterschiedliche Motive der letzten 35 Jahre für drei Wochen an 300 Litfaßsäulen in der ganzen Stadt ausgehangen. 

Magdeburg - Nicht nur in der Antike herrschte eine ungezwungene künstlerische Darstellungen des menschlichen Körpers vor, auch die vergangenen Jahrhunderte ließen der nackten Darstellung, wie die Natur den Menschen schuf, Raum, ob unter den Bildhauern oder in der Malerei. Es sei in diesem Zusammenhang nur auf Michelangelos Statuen oder die weiblichen Akte Rubens als nicht wegzudenken in der Kunstgeschichte hingewiesen. Doch erst mit der Fotografie wurde erstmals die Möglichkeit gegeben, den enthüllten Körper in Massendarstellung zu präsentieren, was auch geschah, wie an einer baldigen Inflation von Zeitschriften, Postern und Sammelbildern ersichtlich ist. In der Jugendstilphase um die Jahrhundertwende erreichte die Aktfotografie einen ersten kunstgeschichtlichen Höhepunkt.

Karlsruhe - Der 30. September 1864 und der 12. Dezember 1952 markieren die Lebensspanne des Lörracher Universalkünstlers und Keramikers von Weltgeltung, zu Ehren dessen 150. Geburtstags im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe noch bis zum 05. Oktober 2014 eine Ausstellung seines Gesamtwerks zu sehen ist. Die Ausstellung „Max Laeuger. Gesamt Kunst Werk“ versucht mit etwa 370 Werken sämtliche Facetten seines Schaffens zu beleuchten. Das Museum selbst bezeichnet den künstlerischen Ansatz Laeugers als völkerverbindend.

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