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Freitag, 17 Oktober 2014 15:31

Rocker bekämpfen „Islamischen Staat“

Magdeburg - Während sich die Türkei weiterhin weigert, mit eigenen Truppen gegen den an ihrer Grenze aufmarschierenden „Islamischen Staat“ (IS) vorzugehen, haben sich Mitglieder des holländischen Motorradklubs „No Surrender MC“ offenbar kurdischen Peschmerga-Einheiten in ihrem Kampf gegen die Terrormiliz angeschlossen. Ein Foto, das derzeit auf Facebook und Twitter kursiert, zeigt einen der Holland-Rocker an der Seite eines Kurden in einem Unterstand. Beide Männer sind mit Sturmgewehren bewaffnet. Die Gruppe „Kurden in den Niederlanden“ kommentierte das Foto mit der Bemerkung: „Ron aus den Niederlanden hat sich den Kurden angeschlossen, um das IS-Ungeziefer zu bekämpfen.“

Berlin - Der Konflikt zwischen Kurden und Islamisten ist in Deutschland angekommen. Massenschlägereien, zum Teil gewalttätige Großdemonstrationen und die Ausreise in Deutschland lebender Kurden und Islamisten führen dazu, dass die Sicherheitssituation hierzulande direkt von den Konflikten im Nahen und Mittleren Osten beeinflusst ist.

Berlin - Selbst der Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestags Wolfgang Bosbach (CDU) hat inzwischen erkannt, dass es leider nicht das erste Mal sei, dass Konflikte, deren Ursachen in anderen Staaten oder in unterschiedlicher religiöser Prägung liegen, mit Gewalt auf unseren Straßen und Plätzen ausgetragen werden, ohne jedoch in seinem Lamento zu erkennen zu geben, ob er dies Problem einzig in den wütenden Kriegen im Nahen Osten sieht, oder auch in der zahlenmäßig starken Präsenz der sich bekriegenden Volksgruppen hier in Deutschland. Bereits die dritte Nacht in Folge toben nun in Hamburg Auseinandersetzungen zwischen Kurden und muslimischen Gruppen. Das deutsche Versammlungsrecht scheint für die diversen ethnischen Gruppen keinerlei Bedeutung zu haben, werden doch Protestzüge häufig nicht einmal ordnungsgemäß angemeldet und/oder wie im aktuellen Fall in Hamburg nach dem offiziellen Ende weiter in andere Stadtteile getragen.

Berlin - Deutschland hat sich nicht nur bereit erklärt, die Kurden im Irak mit Waffen auszustatten, damit sie dort gegen die IS-Miliz bestehen können. Darüber hinaus ist auch geplant, dass Kurden an deutschen Waffen ausgebildet werden. Sechs Bundeswehrausbilder sind bereits in den Nordirak gereist, um dort kurdische Soldaten mit den gelieferten Waffen vertraut zu machen.

Gaza - Es gehört zu den Begleiterscheinungen der Zuwanderungsgesellschaft, daß politische und ethnische Konflikte in den Herkunftsländern von Migranten häufig auch auf die bundesdeutsche Aufnahmegesellschaft durchschlagen. Gerade vor dem Hintergrund des jüngsten Gaza-Konfliktes kam es auch hierzulande zu Konfrontationen zwischen Gegnern und Sympathisanten Israels.

Berlin - Der frühere irakische Diktator Saddam Hussein prophezeite im Anblick des Galgens, nach ihm komme die „Hölle“. Seine Prophezeiung scheint sich in diesen Wochen zu bewahrheiten. Der Vormarsch der dschihadistischen Terrorgruppe ISIS geht nicht nur mit äußerster Brutalität einher, sondern droht auch das ohnehin zerbrechliche staatliche Gefüge des Irak endgültig aus den Angeln zu heben.