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Dienstag, 09 September 2014 06:38

EU-Studie: Deutsche sind Überstundenkönige

Brüssel - In keinem Land der EU leisten die Arbeitnehmer so viele Überstunden wie in Deutschland. Laut einer Studie der EU-Kommission liege die Wochenarbeitszeit in Deutschland im Schnitt bei 37,7 Stunden. In der Realität arbeiteten die Beschäftigten aber 40,5 Stunden in der Woche, so der zuständige EU-Sozialkommissar Lazlo Andor. "In keinem Land der Eurozone gibt es einen so großen Unterschied zwischen der tarifvertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit und der tatsächlichen Wochenarbeitszeit wie in Deutschland." Damit kommt der Durchschnittsdeutsche auf drei Überstunden pro Woche. 

Brüssel - Ursprünglich waren im Maastrichter Vertrag keine Transferzahlungen innerhalb der Europäischen Währungsunion geplant. Dennoch mußte jedermann klar sein, daß eine Verbindung unterschiedlichster Volkswirtschaften wie in der Euro-Zone ohne Transferleistungen der „reichen“ an die „armen“ Länder auf Dauer nicht möglich sein würde, auch wenn von den Politikern bisher immer das Gegenteil behauptet wurde.

Brüssel - Ein Transfer besteht immer aus Geber(n) und Empfänger(n). Dieser kann wechselseitig die Rollen tauschen oder wie gegenwärtig innerhalb der Europäischen Union die Form einer Einbahnstraßensolidarität annehmen. Deutschland weiß von Letzterem ein Lied zu singen, ist es doch seit je der Hauptnettofinanzier der EU und Haftungsweltmeister im Rahmen der sogenannten Euro-Rettungspolitik. Im Rahmen von EFSF und ESM oder Krisenprogrammen wie ProEUMobil übernimmt Deutschland die führende Rolle als Rettungseuropäer, koste es - sprichwörtlich -, was es wolle. Die Probleme in Europa können gar nicht zahlreich genug in Erscheinung treten, daß nicht stets das Hohelied auf ein „Mehr an Europa“ angestimmt wird, wobei geflissentlich verschwiegen wird, das dies im Umkehrschluß ein weniger an Nationalstaat bedeutet.