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Berlin – Die Situation landwirtschaftlicher Betriebe hat sich seit Jahren verschlechtert und insbesondere für Schweinezüchter und Milchbauern ist die derzeitige Entwicklung oftmals sogar als existenzgefährdend zu bezeichnen. Insbesondere Letztgenannte benötigten politische Entlastungsprogramme, die deren Einkommens- und Liquiditätsprobleme zu beheben hülfen. Dies bestätigte auch Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), der auf dem Landesbauerntag in Sachsen-Anhalt von einer Marktkrise sprach und Bürgschaftsprogramme, steuerliche Entlastungen, Nachbesserungen im Kartellrecht sowie ein konsequenter Abbau von Bürokratie forderte. Der Bauernverbandspräsident Rukwied warnt vor Strukturbrüchen und verweist auf Wertschöpfungsverluste, die sich mittlerweile auf mehrere Milliarden Euro beliefen. Neben dem Lebensmitteleinzelhandel, der mit seiner Niedrigpreisstrategie bei Lebensmitteln die Grundlage der bäuerlichen Landwirtschaft in Deutschland gefährdet, kann auch das Freihandelsabkommen TTIP zum Problem für die deutsche Landwirtschaft werden.

Berlin – Nicht zum ersten Mal und sicherlich auch nicht zum letzten Male werden der Deutsche Bauernverband (DBV) und die Verbände der Molkereiwirtschaft - wie jüngst im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin - die Auswirkungen der derzeitigen Preiskrise diskutiert haben, um gemeinsame Ansatzpunkte zur Verbesserung der Wertschöpfung in der Milcherzeugung zu eruieren. Die Lage auf dem Milchmarkt ist nach wie vor äußerst angespannt, die Erzeugerpreise für die Milchbauern existenzgefährdend. Als Hauptproblemfelder sind gegenwärtig die unzureichende Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Milchwirtschaft und die prekäre Liquidität der Milchviehbetriebe auszumachen. Die Verbandsspitzen erwarten sich auf Bundes- und EU-Ebene eine bessere Exportunterstützung mit Blick auf Zugang zu Drittstaaten, fordern darüber hinaus aber auch Initiativen, die zu einer Beendigung des russischen Importembargos führen.