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Berlin – Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit, lautet der erste Satz im Artikel 21 Absatz 1 des Grundgesetzes. Aus diesem Verfassungsauftrag einerseits leitet sich andererseits eine gewisse Privilegierung der Organisationsform Partei ab, die allerdings so mancher Kritiker, wie beispielsweise der renommierte Speyerer Staatsrechtler Prof. Hans Herbert von Arnim dahingehend beanstanden, dass sich die Parteien bereits den Staat zur Beute gemacht hätten. Nicht zuletzt am System der Parteienfinanzierung scheiden sich die Geister. Anspruch auf staatliche Teilfinanzierung haben diejenigen Parteien, die bei der vorangegangenen Europa- oder Bundestagswahl mindestens 0,5 % oder bei einer der jeweils letzten Landtagswahlen 1 % der Stimmen erreicht haben. Für das Jahr 2014 waren 20 Parteien anspruchsberechtigt. Von den insgesamt festgesetzten 156,7 Mio. € entfielen auf die fünf Bundestagsparteien 134,8 Mio. €.