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Donnerstag, 10 Dezember 2015 17:13

Welche Geheimpolitik betreibt Mario Draghi?

Frankfurt am Main - Zahlreiche Finanzexperten, aber auch Politiker fordern, dass die EZB ein bislang geheimes Abkommen mit den nationalen Notenbanken offenlegt, demzufolge nicht nur die EZB, sondern auch die Notenbanken im großen Stil Euro-Wertpapiere aufkaufen und im Gegenzug frisches Geld in den Markt pumpen. Hintergrund ist das sogenannte Anfa-Abkommen (Agreement on the Net-Financial Assets), sprich eine geheime Vereinbarung zwischen der EZB und den Notenbanken der Euro-Zone über Wertpapierinvestments, wonach es besagten 19 nationalen Notenbanken gestattet ist, nach eigenem Ermessen über die EZB-Beschlüsse hinaus Staatsanleihen zu erwerben. Folgt man Meldungen der „Welt am Sonntag“, sind die auf eigene Rechnung erfolgten Wertpapiergeschäfte der nationalen Notenbanken nicht nur selbst von Zentralbankexperten kaum beachtet, sondern auch viele Details dazu konsequent unter Verschluss gehalten worden.

Frankfurt am Main - Euro-Rettung ohne Grenzen: EZB-Präsident Marion Draghi kündigte nach der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag an, das ohnehin bereits über eine Billion Euro schwere Ankaufprogramm von Staatsanleihen aufgrund gestiegener Risiken und sinkender Wachstumsprognosen ggf. sogar noch auszuweiten. "Das Wertpapier-Kaufprogramm bietet hinreichend Flexibilität, was die Änderung von Umfang, Zusammensetzung und Laufzeit angeht", so Draghi wörtlich. Das Bankensystem kann sich auch weiterhin billig mit frischen Geld versorgen, denn während die Notenbanker das Kauflimit je Emission von 25 % auf 33 % erhöhten, beließen sie den Leitzins fortgesetzt auf dem Rekordtief von 0,005 %. Durch das Ankaufprogramm sollte, laut offizieller Lesart, zwar keine Staatsfinanzierung erfolgen, sondern die Banken zur verstärkten Kreditvergabe angeregt werden, da die Attraktivität der Staatsanleihen als Investment gesenkt würde, allerdings verzeichnete erst jüngst der DIHK in einer Umfrage erstmals seit 2009, daß in Deutschland vergleichsweise zu Betriebsmittelfinanzierungen größere Schwierigkeiten für den Erhalt von Investitionskrediten zu verzeichnen sind. Mit Blick auf das EZB-Programm bleiben auch bislang sowohl die in das Ankaufprogramm gesetzten Konjunktur-, als auch die Inflationserwartungen aus.

Frankfurt am Main - Mario Draghi läßt die EZB die Zinsen nahe der Nulllinie festhalten, das Anleihenankaufprogramm unvermindert fortsetzen und die ELA-Notkredite für Griechenland nach wie vor nahezu wöchentlich ausweiten, aber dennoch verbesserte sich bislang die wirtschafts- und fiskalpolitisch bedenkliche Gesamtsituation ebenso wenig, wie sich die mit dieser Zentralbankpolitik verbundenen Risiken in Luft auflösten. Und obgleich Draghi nicht umhinkommt, einzuräumen, daß weder sein Vorhaben einer Anhebung der Inflation, noch konjunkturpolitisch innerhalb der Eurozone eine seiner Maßnahmen von Fortschritten gekrönt wurden, bekräftigte der EZB-Chef am Donnerstag in Washington, sein seit März diesen Jahres praktiziertes Wertpapierkaufprogramm unvermindert fortsetzen zu wollen. Draghi beteuerte, daß es nach der siebenjährigen Flaute eben noch einige Zeit in Anspruch nehmen würde, ehe die EZB-Programme zum Erfolg führen würden.Geht es nach Mario Draghi, wird die EZB noch bis September 2016 für monatlich 60 Mrd. € auf Einkauftour am Anleihenmarkt gehen. Eine marktverzerrende Wirkung dieser Maßnahme darf als sicher angenommen werden.

Nikosia – Ab kommenden Montag wird die Europäische Zentralbank (EZB) der wichtigste Akteur am Anleihemarkt. Dann nämlich will die Notenbank ihr über eine Billion Euro schweres Kaufprogramm starten, wie EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der Ratssitzung in Nikosia auf Zypern ankündigte. Der frühere Goldman-Sachs-Manager will eine Geldflut nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed lostreten, die der Konjunktur der Euro-Zone auf die Sprünge helfen und erklärtermaßen für mehr Inflation sorgen soll. Die Leitzinsen ließ die EZB bei ihrer Zypern-Sitzung auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent.

Frankfurt am Main - Es muss schon große Verzweiflung und Ratlosigkeit herrschen unter all den Euro-Rettern, ob im Frankfurter EZB-Turm im Ostend oder in den Regierungszentralen in Berlin und anderswo, wenn nun ein beispielloser Geld-Tsunami nicht nur Banken und die sogenannten „Märkte“, sondern auch die darbende Konjunktur im Raum der Gemeinschaftswährung dopen soll. Aller Wahrscheinlichkeit wird allerdings auch die irrsinnige Dosis von über 1,1 Billionen Euro nicht reichen, um die Probleme zu lösen, die von der Ablösung der sozialen Marktwirtschaft durch den schuldenfinanzierten Finanzkapitalismus geschaffen wurden und immer weiter verschärft werden.

Frankfurt am Main - Der CSU-Finanzexperte Hans Michelbach hat die Staatsanleihenaufkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) massiv kritisiert. Die EZB hat beschlossen, mehr als eine Billion Euro in die Finanzmärkte zu pumpen. In diesem Zusammenhang fordert er von der Bundesbank, sich nicht an den Maßnahmen der EZB zu beteiligen. Michelbach dazu wörtlich: „Die Bundesbank muss ihrer Linie der Ablehnung von Anleihekäufen treu bleiben. Einen Kauf von Staatsanleihen durch die Bundesbank darf es nicht geben.“

Frankfurt am Main - Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi hatte bereits im Jahr 2012 angekündigt, notfalls unbegrenzt die Notenpresse anzuwerfen, um den Euro zu retten. Das wird nun möglicherweise in die Tat umgesetzt. Doch es regt sich Widerstand – nicht nur gegen die Politik, sondern auch gegen das Machtgehabe Draghis.

Frankfurt am Main - Kürzlich kündigte EZB-Chef Mario Draghi – allerdings ohne Nennung eines konkreten Datums – das mit einem Volumen bis zu 1000 Milliarden Euro größte Anleihekaufprogramm in der Geschichte der Notenbank an. Welche Folgen dieses „Quantitative Easing“ für die europäischen Volkswirtschaften haben wird, ist derzeit kaum abzusehen. Die Effekte fallen nach Ansicht namhafter Experten allerdings gering aus. Außerdem gibt es schwerwiegende juristische Bedenken.

Samstag, 06 Dezember 2014 02:03

EZB will Staatsanleihen kaufen

Frankfurt am Main - Die Schleusen für billiges Geld sollen weiter gelockert werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) nimmt sich ein Vorbild an der US-amerikanischen Notenbank Federal Reserve und will in den Aufkauf von Staatsanleihen einsteigen, um die Bilanzsumme künstlich zu erhöhen. Die Bilanz der EZB soll um eine Billion Euro ausgeweitet werden.

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