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Berlin – Seit Jahren ist die Politik, nicht zuletzt aufgrund ihrer Hilflosigkeit gegenüber dem demographischen Niedergang, bestrebt, die Altersvorsorge vom Umlagesystem auf zusätzliche Instrumente der Kapitaldeckung umzustellen. Eine nicht unerhebliche Rolle spielen dabei die Betriebsrenten. Betriebsrenten werden nicht in voller Höhe in der Bilanz abgebildet, sondern mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, den die Deutsche Bundesbank bekanntgibt. Da die zu bildenden Rückstellungen gegenläufig zur Zinsentwicklung ausfallen, leiden die Unternehmen unter der derzeitigen anhaltenden Niedrigzinsphase, da sich die notwendig höheren Rückstellungen negativ auf ihre Gewinne auswirken. Das Bundeskabinett hat zwar inzwischen beschlossen, Unternehmen bei der handelsbilanziellen Behandlung von Pensionsrückstellungen zu entlasten, indem geringere Rückstellungen zu bilden sein sollen, doch hält dies beispielsweise der Mittelstandsverbund für unzureichend. Zudem kann sich dies womöglich auch auf die Sicherheit der Betriebsrenten negativ auswirken.

Frankfurt am Main - Vom Mittwoch, den 06. bis Freitag, den 08. Mai fand in Karlsruhe Europas größter Stiftungskongress unter dem Motto "Auf dem Weg nach Europa – Stiftungen in Deutschland" statt. Ausrichter war der Bundesverband Deutscher Stiftungen, der größte Dachverband Europas mit mehr als 4000 Mitgliedern bzw. sogar etwa 7000 inklusive der Verbindungen über Stiftungsverwaltungen. Zur Eröffnung begrüßt wurden die rund 1600 Gäste des über 100 Mrd. € repräsentierenden Verbandes in der Karlsruher Stadthalle neben dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Michael Göring noch vom Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Schwerpunktmäßig befaßte sich der Kongreß mit den Fragen eines Beitrags der Stiftungen zu einem stabilen Europa und zur Flüchtlingshilfe. Doch ist es gegenwärtig ausgerechnet eine der maßgeblichsten Institutionen Europas, nämlich die EZB, die dem Stiftungswesen nicht unerhebliche, häufig sogar existenzielle Probleme verursacht.