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Kiew - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat nun gefordert, dass die Waffenruhe in der Ukraine international überwacht wird. Poroschenko dazu wörtlich: „Das beste Format für uns ist ein Polizeieinsatz der EU.“ Die prorussischen Separatisten, denen es gelungen ist, die strategisch wichtige Stadt Debalzewe einzunehmen, lehnen diese Forderung allerdings kategorisch ab. Auch Russland lehnte den Vorschlag ab. Der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin warnte Poroschenko davor, das Abkommen von Minsk zu gefährden.

Berlin - Beim Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem französischen Präsidenten François Hollande und dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko konnte möglicherweise ein entscheidender Fortschritt erzielt werden. Merkel spricht in diesem Zusammenhang von einem „Hoffnungsschimmer“, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sieht in der getroffenen Vereinbarung jedoch „keine umfassende Lösung, und schon gar kein Durchbruch“.

Köln - Einen herben Dämpfer bekam die von der Kiewer Poroschenko-Regierung gemeinsam mit USA und EU geschürte Kriegshysterie über eine angebliche russische Invasion der Ost-Ukraine. Der Sprecher des vorsitzführenden OSZE-Landes Schweiz, Roland Bless, kann nämlich im Gegensatz zu einer Fülle von Medienberichten beim besten Willen keine Präsenz russischer Truppen auf ukrainischem Boden erkennen. Die vom ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko immer wieder behauptete „Invasion“ lasse sich anhand der Befunde der OSZE jedenfalls nicht belegen.

Berlin - Nach dem Abschuß einer Boeing 777 der Malaysia Airlines über dem bürgerkriegsgeschüttelten Osten der Ukraine am späten Donnerstag Nachmittag bleiben mehr Fragen als Antworten. Nach Angaben sowohl aus Rußland als auch aus der Ukraine wurde das Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen und zerschellte in von pro-russischen Milizen kontrolliertem Gebiet nahe Donezk auf dem Boden. Die Zahl der Opfer, unter ihnen auch 23 Amerikaner und vier Deutsche, wurde inzwischen auf 298 nach oben korrigiert.

Kiew - Der neugewählte ukrainische Präsident Petro Poroschenko ist laut Enthüllungen von Wikileaks seit Jahren ein Agent des US-Außenministeriums. Demnach hielt er die US-Botschaft über aktuelle politische Entwicklungen auf dem laufenden und wurde dafür in mehreren Botschafts-Dokumenten als Insider erwähnt und für seine Informationen gelobt.