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Berlin – Mit einer Investitionssumme von 500 Euro kann man heute schon problemlos Hauseigentümer werden, zumindest digitaler Miteigentümer. Und das scheinbar transparent und renditestark per Mausklick. Möglich machen das auf Immobilien spezialisierte Crowdinvesting-Plattformen wie die der Berliner Bergfürst AG. Anleger werden mit angeblich sicheren Renditen für Immobilieninvestments geködert, die aber alles andere als sicher sind. Das liegt auch daran, dass die Kapitalvermittlungs-Portale meist mit Nachrangdarlehen arbeiten. Das heißt, die Kleinanleger erhalten im Insolvenzfall eines Projektträgers erst nachrangig ihr investiertes Geld, weil vorrangig alle anderen Gläubiger bedient werden. Schlimmstenfalls kommt es zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Mit diesem Risiko müssen auch die Investoren des Finanzdienstleisters Bergfürst leben, dessen gleichnamige Plattform 2011 von Guido Sandler und Dennis Bemmann gegründet wurde. Den in Aussicht gestellten Jahresverzinsungen zwischen fünf und sieben Prozent stehen naturgemäß erhebliche Risiken gegenüber. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. wandte sich in einem Online-Beitrag über „Risiken und Fallstricke der Schwarmfinanzierung“ deshalb direkt an potenzielle Anleger: „Beachten Sie, dass ein Totalverlust des investierten Geldes möglich ist. Scheitert das Unternehmen oder Projekt, verlieren die Anleger im schlimmsten Fall ihre eingezahlten Gelder.“

Gäufelden - Network-Marketing beziehungsweise Netzwerk-Marketing hat sich längst als eine Spezialform des Direktvertriebs etabliert. Beim klassischen Direktvertrieb werden gut ausgebildete, firmeneigene Außendienst-Mitarbeiter eingesetzt, um Produkte unter Ausschaltung von Zwischenhändlern direkt an den Kunden zu verkaufen. Im Gegensatz dazu werden im Netzwerk-Marketing Kunden angehalten, als selbstständige Vertriebspartner weitere Kunden anzuwerben und so zum Unternehmenserfolg beizutragen. Fast alle Netzwerk-Marketing-Unternehmen zahlen ihren Kunden teils sehr hohe Prämien für das Anwerben von Neukunden, was den Reiz des Einstiegs als Vertriebspartner ausmacht. Die Grenze zum fragwürdigen „Schneeballsystem“ wird dann überschritten, wenn die Anwerbung neuer Mitarbeiter und nicht der tatsächliche Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen im Vordergrund steht.