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Berlin – Mit einer Investitionssumme von 500 Euro kann man heute schon problemlos Hauseigentümer werden, zumindest digitaler Miteigentümer. Und das scheinbar transparent und renditestark per Mausklick. Möglich machen das auf Immobilien spezialisierte Crowdinvesting-Plattformen wie die der Berliner Bergfürst AG. Anleger werden mit angeblich sicheren Renditen für Immobilieninvestments geködert, die aber alles andere als sicher sind. Das liegt auch daran, dass die Kapitalvermittlungs-Portale meist mit Nachrangdarlehen arbeiten. Das heißt, die Kleinanleger erhalten im Insolvenzfall eines Projektträgers erst nachrangig ihr investiertes Geld, weil vorrangig alle anderen Gläubiger bedient werden. Schlimmstenfalls kommt es zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Mit diesem Risiko müssen auch die Investoren des Finanzdienstleisters Bergfürst leben, dessen gleichnamige Plattform 2011 von Guido Sandler und Dennis Bemmann gegründet wurde. Den in Aussicht gestellten Jahresverzinsungen zwischen fünf und sieben Prozent stehen naturgemäß erhebliche Risiken gegenüber. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. wandte sich in einem Online-Beitrag über „Risiken und Fallstricke der Schwarmfinanzierung“ deshalb direkt an potenzielle Anleger: „Beachten Sie, dass ein Totalverlust des investierten Geldes möglich ist. Scheitert das Unternehmen oder Projekt, verlieren die Anleger im schlimmsten Fall ihre eingezahlten Gelder.“

Berlin – Mitte 2015 geriet die in Berlin ansässige Bergfürst AG massiv in die Schlagzeilen. Das im Dezember 2011 von Guido Sandler und Dennis Bemmann gegründete Unternehmen öffnet Immobiliengesellschaften einen digitalen Zugang zu benötigtem Mezzanine-Kapital für Projektentwicklungen und zur Refinanzierung von Bestandsimmobilien. Das war angesichts der wendungsreichen Geschichte des Finanzdienstleisters nicht immer so klar.