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Brüssel - Am letzten August-Wochenende klagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko beim EU-Gipfel in Brüssel, sein Land sei „militärischer Aggression und Terror“ ausgesetzt. Tausende russischer Soldaten und hunderte Panzer seien in den Osten der Ukraine eingefallen.

Brüssel - Die Europäische Union (EU) plant wohl weitere Sanktionen gegen Russland. Hintergrund ist, dass sich der Kreml in den Konflikt in der Ostukraine eingemischt haben soll. Die USA, die EU sowie die Ukraine werfen Russland vor, die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine mit Waffen und Soldaten unterstützt zu haben. Noch wurden auf dem Sondergipfel der EU zwar keinen konkreten Sanktionen festgelegt, die EU-Kommission bekam aber bereits den Auftrag, Vorschläge auszuarbeiten. Innerhalb der nächsten Woche werden weitere Sanktionen erwartet. Die Bereitschaft zu weiteren Sanktionen fand bereits das ausdrückliche Wohlwollen der USA. Eine militärische Intervention hat die Obama-Regierung bisher nur ausgeschlossen, weil die Ukraine kein Mitglied der NATO ist.

Berlin - Trotz der bereits jetzt massiven Armutszuwanderung aus den Balkanstaaten spricht sich Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) dafür aus, dass die Balkanstaaten schon bald in die Europäische Union (EU) aufgenommen werden. Er ist der Auffassung, dass sie in den letzten Jahren eine positive Entwicklung zurückgelegt haben, sodass jetzt Zeit für einen EU-Beitritt sei. Bisher sind aus dieser Region nur Kroatien und Slowenien EU-Mitglieder. Serbien, Montenegro, Mazedonien und Albanien führen derzeit Beitrittsverhandlungen – offiziell außen vor sind bisher nur der Kosovo sowie Bosnien und Herzegowina.

Berlin - Nachdem die AfD in den letzten Monaten immer mehr an inhaltlicher Schärfe und an politischem Profil eingebüßt hat – so will sie den Euro mittlerweile unter allen Umständen behalten und spricht sich für Moscheen in Deutschland sowie eine uneingeschränkte Arbeitserlaubnis für Asylbewerber aus – droht ihr nun erneutes internes Konfliktpotential.

Brüssel - Vor der Kulisse der aktuellen Sanktionen gegen Russland entlarvt sich die EU als zunehmend intolerant und plötzlich gar nicht mehr marktliberal. Den Handel mit Russland will sie neuerdings nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Ländern verbieten.

Besonders ins Visier der Brüsseler Boykotteure rückten vor dem Hintergrund der Sanktions-Hysterie lateinamerikanische Länder. Brüssel drohte ihnen förmlich für den Fall, dass sie ihre Handelsbeziehungen zu Russland aufrechterhielten und womöglich Marktnischen europäischer Lieferanten besetzten, aus denen sich diese im Zuge der Sanktionen derzeit selbst verabschieden.

Helsinki - Finnland war einmal Europas Musterland. Als nach wie vor Klassenbester bei der PISA-Studie schlug es noch vor zwei Jahren alle anderen europäischen Volkswirtschaften in puncto Wettbewerbsfähigkeit.

Doch heute scheint es, als würde sich das Land im hohen Norden vom Vorbild zum Sorgenkind wandeln. Die Haushaltslage könnte gar „italienische Züge“ annehmen, berichtete jüngst die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Mittwoch, 13 August 2014 17:25

Deutsche Wirtschaft schrumpft

München - Die deutsche Wirtschaft sank im August so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Laut dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung sank der Konjunkturindikator im Vergleich zum Vormonat um 18,5 Punkte auf 8,6 Punkte. Die Stimmung in der Wirtschaft habe sich spürbar eingetrübt: Bestellungen, Produktion und Umsätze in der Industrie haben sich abgeschwächt, verkündet auch das Bundeswirtschaftsministerium. Zwar sei die positive konjunkturelle Grundtendenz der deutschen Wirtschaft nach wie vor intakt, aber die Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld hätten sich fraglos erhöht. Am Donnerstag wolle das Statistische Bundesamt eine erste Vorausschätzung veröffentlichen. Experten erwarten einen BIP-Rückgang um 0,1 Prozent. Der Absturz überrasche selbst viele Ökonomen.

Frankfurt am Main - Die Prognosen der Wirtschaftsinstitute und vieler Börsenanalysten verdunkeln sich zunehmend. Auch der deutsche Aktienindex DAX hat dies mit verlustreichen Wochen bereits zu spüren bekommen. Die Anleger schauen immer verunsicherter in die nahe Zukunft.

Brüssel - Politisch muss stark in Zweifel gezogen werden, ob der Kollisionskurs der USA und der EU gegenüber Russland so sinnvoll ist. Vieles spricht dafür, dass der innerukrainische Konflikt zu nicht unerheblichem Teil von der EU initiiert wurde und dass es das klare Ziel vor allem der USA ist, Russland geopolitisch weiter einzukreisen. Dass Putin das nicht unbedingt erstrebenswert findet, sollte nicht allzu sehr überraschen. Weil Putin angeblich prorussische Separatisten in der Ostukraine unterstützt, soll nun der Druck auf ihn massiv erhöht werden.

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