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Düsseldorf - Die letzte Woche von der EU beschlossenen Sanktionen gegen Rußland (als Reaktion auf den Absturz einer malaysischen Passagier-Boeing in der Ostukraine) erweisen sich prompt als Bumerang. Die deutsche Industrie, soviel zeigt sich schon jetzt, dürfte neben Rußland das Hauptopfer der Boykottmaßnahmen sein.

Berlin - Die Bundesregierung ist sich mehr und mehr uneins, wie sie künftig die deutsche Rüstungspolitik ausrichten will. Während Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vor dem „Geschäft mit dem Tod“ warnt, drängt der Koalitionspartner zur Einsicht, dass diese Haltung auf Dauer zahlreiche deutsche Unternehmen in den Ruin treiben kann.

Brüssel - Knapp zwei Wochen nach dem mutmaßlichen Abschuß einer malaysischen Passagiermaschine über der Ostukraine verständigten sich die EU-Botschafter nun auf eine Verschärfung der Sanktionen gegen Rußland sowie auf Exportverbote und Beschränkungen für vier Branchen. Der Maßnahmenkatalog soll von den Regierungen der 28 Mitgliedsländer so rasch als möglich abgesegnet werden.

Washington - Medien und westliche Politiker kannten den Schuldigen sofort: der russische Präsident Wladimir Putin, auf alle Fälle aber prorussische Kämpfer in der Ostukraine seien für den Abschuß der malayisischen Passagiermaschine MH17 am Donnerstag vor einer Woche verantwortlich gewesen, hieß es unmittelbar nach dem Unglück am Spätnachmittag des 17. Juli.

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