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Berlin - Die Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, stößt wieder einmal ihren Parteigenossen gehörig vor den Kopf. Denn wenn es um die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln geht, vertritt die Politikerin alles andere als linke Thesen. Stattdessen hält sie es wieder einmal mit dem gesunden Menschenverstand: „Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht eben auch verwirkt.“

Freitag, 21 August 2015 18:58

Sahra Wagenknecht stellt Euro in Frage!

in Politik

Berlin - Nachdem man jahrelang mit einem währungspolitischen Problem konfrontiert ist, das als Eurokrise in die politische Geschichte Einzug hielt und nahezu täglich mediale Erwähnung fand, möchte man glauben, daß man sich darüber wundern müßte, wenn sich immer noch ein Politiker findet, der sich für diese Gemeinschaftswährung ausspricht. Doch in der Bundesrepublik ist exakt das Gegenteil der Fall: ein medialer Aufschrei des Erstaunens tönt durch die Medienlandschaft, wenn aus den Reihen der etablierten politischen Parteien jemand den Euro bzw. dessen Funktionstüchtigkeit in Frage stellt. Vertritt jemand der nicht dem Bundestag angehörenden Parteien ein diesbezügliches Meinungsbild wird dieser ohnehin in gleichgeschalteter Manier als „rechtslastig“ und damit suggestiv gleichbedeutend der Unseriosität geziehen. Interessant wird es nun, da ausgerechnet seitens der Linken, die man schwerlich einer Rechtslastigkeit beschuldigen wird können, nach und nach Kritik an der Gemeinschaftswährung vernehmbar wird. Aus dem Nachbarland Frankreich war es jüngst ebenfalls nicht allein der Front National der Kritik übte, sondern auch der Vorsitzende der französischen Linkspartei Jean-Luc Mélenchon und die bekannte Linke Clémentine Autain, die die autoritäre Haltung der Euro-Gruppe beklagten und forderten, Möglichkeiten eines  Ausscheidens auszuloten. In Deutschland war es kürzlich Oskar Lafontaine, der sich bei der Linkspartei als Euro-Kritiker hervortat und aktuell folgt ihm die Vizechefin der Bundestagsfraktion Sahra Wagenknecht nach.