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Mittwoch, 17 Juni 2015 20:22

Chinas neue Seidenstraße

in Politik

Peking – Bis ins 13. Jahrhundert führten mehrere Karawanenstraßen von Ostasien durch Zentralasien bis in den Mittelmeerraum. Ihre Blütezeit hatte die Seidenstraße, so der Name, den der deutsche Geograph Ferdinand von Richthofen diesem Netz von Handelsrouten Mitte des 19. Jahrhunderts gab, zur Zeit der chinesischen Tang-Dynastie (618 bis 907 v. Chr.), als Züge von mehreren tausend Kamelen von der historischen Stadt Chang’an – heute Xi’an – im Nordwesten Chinas aufbrachen, um nicht nur Seide, sondern auch Pelze, Porzellan, Jade, Bronze oder Eisen zunächst bis nach Dunhuang und dann über mehrere Stränge durch Indien, Persien oder den Kaukasus bis ans Schwarze Meer, ans Rote Meer und sogar auf dem Seeweg bis an die italienische Mittelmeerküste zu bringen. Auch in anderer Richtung florierte der Handel, der zugleich dem kulturellen Austausch zwischen den Völkern diente.