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Bozen – Autonomie ist unstrittig der Fremdbestimmung vorzuziehen und ein Autonomiestatus negiert noch lange nicht das Selbstbestimmungsrecht, doch inzwischen ist selbst der Autonomiestatus Süd-Tirols, der seit 1972 in Kraft ist, nicht ungefährdet. Im Rahmen eines Autonomiekonvents soll dieser mit Beteiligung der Südtiroler den neuen gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst werden. Die autonome Selbstverwaltung Südtirols steht mit der Flüchtlingssituation, der zentralistischen Tendenz einer italienischen Verfassungsreform, dem sprachlichen Proporz oder mehrsprachigen Schulen vor neuen Herausforderungen. Die Bevölkerung ist eingeladen, ihre Vorstellungen zur Zukunft des Landes, welches Süd-Tirol sie sich vorstellen, miteinzubringen. Die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit geben sich mit dem bisherigen Verlauf des Autonomiekonvents äußerst zufrieden und bezeichnen den Konvent sogar als einen de facto Selbstbestimmungskonvent.

Bozen - Der Südtiroler Landtag wird bereits diese Woche über einen Beschlußantrag der Süd-Tiroler Freiheit zur Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes abstimmen. Nachdem Schottland aufgezeigt hat, daß die Durchführung der Selbstbestimmung völlig problemlos möglich ist und nun auch Katalonien die Weichen für ein Referendum stellt, ist die Süd-Tiroler Freiheit bestrebt, die historische Gunst der Stunde zu nutzen und auch für Süd-Tirol das Selbstbestimmungsrecht einzufordern. In einer Stellungnahme der im Landtag vertretenen Bewegung heißt es „All jene, die gebetsmühlenartig behaupten, daß man nicht gleichzeitig über Autonomie verhandeln und die Selbstbestimmung einfordern könne, mußten sich definitiv eines Besseren belehren lassen.“ Der Fraktionsvorsitzende Sven Knoll wirft der SVP in diesem Zusammenhang vor, daß deren bedingungslose Verbleib-bei-Italien-Politik einzig dazu führte, in Süd-Tirol täglich um die Kompetenzen der verbliebenen Restautonomie kämpfen zu müssen. - Der Landtag wird in dieser Woche über folgende Punkte abstimmen: