www.derfflinger.de

Amsterdam - Es gibt Leute, die möchten andere nur von hinten sehen, denn diese machen bei Nichtgefallen Spiele kaputt. So einer ist sicher auch der in den Niederlanden lebende "Klaas Wintorp" (Jahrgang 1967). Früher war der Westfale nur ein kleines Würstchen im Kunstmarkt. Er kaufte und verkaufte mit Gewinn. Aber so richtig große Spuren hinterließ der blitzgescheite Investor selten. Seine Wege führten über Venlo nach Amsterdam, manchmal auch zurück in die Gegend um Münster.

Dienstag, 15 Juli 2014 22:18

Sotheby´s goes online!

in Politik

London - Zwischen dem Exklusivmarkt des traditionsreichen Auktionshauses Sotheby´s und dem Internetmassenmarkt von Ebay kommt es zu einer Fusion der marktkulturellen Gegensätze. Bereits ab Herbst diesen Jahren soll es aufgrund einer Kooperation möglich sein, die Auktionen des Hauses nicht nur in Echtzeit mitzuverfolgen, sondern sogar Angebote über Internet zu ersteigern. Eine zur Gänze unbekannte Innovation stellt dies zwar nicht dar, haben sich doch diverse Plattformen wie beispielsweise artnet.com und ähnliche bereits in diese Richtung spezialisiert. Doch sind es bislang nur etwa ein Anteil von 5 % im Kunsthandel, die online abgewickelt werden. Allerdings hört man auch aus dem Konkurrenzhaus Christie´s von Plänen über eine Internethandelsplattform. Vermutlich ist dieser Schritt auch mit Blick darauf mehr wettbewerbs- statt innovationsgetriebener Natur, nachdem Sotheby´s schon einmal versuchte - ebenfalls mit Ebay – diesen Markt zu erschließen, jenes Projekt jedoch aufgrund mangelnder Nachfrage 2002 wieder beendete. Vielleicht spielt aber auch der zunehmende Einfluß des inzwischen dem Vorstand angehörenden Hedgefonds-Verwalters Daniel S. Loeb eine Rolle, der mit seinem 15%-Anteil im Rücken eine etwas progressivere Unternehmensstrategie verfolgt.

München - Als vergangenen Donnerstag bei Sotheby's in Paris die Auktion zum Gemälde "Büßerin Maria Magdalena" von Artemisia Gentileschi anstand, war alles gespannt wie hoch der Preis für das beste Gebot sein wird. Die Taxe hatte zuvor das Meisterwerk mit sehr vorsichtigen 300.000 Euro bewertet. Doch es war klar, dass die Bieterpreise weit darüber hinaus reichen würden.