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Brüssel – Die EU-Kommission hat am 24. November 2015 ihren Vorschlag für eine Verordnung über eine europäische Einlagensicherung (European Deposit Insurance Scheme - EDIS) vorgelegt. Der Vorschlag sieht einen stufenweisen Aufbau der europäischen Einlagensicherung vor und soll bis 2024 vollständig umgesetzt sein. Seitens der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) wird der Kommissionsvorschlag jedoch entschieden abgelehnt. Die in Deutschland seit Jahren etablierten nationalen Einlagensicherungssysteme führen neben der gesetzlichen Einlagensicherung zusätzliche freiwillige bzw. institutssichernde Systeme und bieten ihren Kunden somit einen Schutz ihrer Einlagen, der weit über dem gesetzlichen Schutzniveau liegt. Durch die Verlagerung der Finanzierung der Einlagensicherungssysteme und - zumindest faktisch – der Entscheidungskompetenz auf eine europäische Behörde wird den nationalen Gegebenheiten, z. B. dem unterschiedlichen Insolvenzrecht, keine Rechnung mehr getragen und auf das bei vielen nationalen Einlagensicherungssystemen langjährig aufgebaute Fachwissen verzichtet, kritisiert die Kreditwirtschaft.