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Washington - Die USA gelten als weltweit führende Militärmacht. Der herrschenden Militärdoktrin zufolge muß die US-Army in der Lage sein, sich weltweit an mehreren Kriegsschauplätzen gleichzeitig zu engagieren. Über die Finanzierung der dafür erforderlichen Kapazitäten brauchten sich die Pentagon-Planer bisher nie Gedanken zu machen – das amerikanische Verteidigungsbudget ist mit Abstand das gigantischste der Welt. Sagenhafte 607 Milliarden Dollar umfaßte der US-Verteidigungshaushalt im Jahr 2013. Zum Vergleich: der chinesische Rüstungsetat lag im gleichen Jahr bei dezenten 84,9 Milliarden US-Dollar, der russische gar nur bei 58,6 Milliarden.

Paris - Schon vor Jahren prognostizierte der französische Publizist und ENA-Absolvent Alain Minc für die Zeit nach dem Ende der Blockkonfrontation den Zerfall transnationaler Zusammenschlüsse und die Wiederkehr von „Stammesherzogtümern“ in verschiedenen Teilen der Welt. Die aktuelle Entwicklung im Irak, wo sich seit Monaten die islamistische Terrororganisation ISIS in rasantem Vormarsch befindet, scheint Minc recht zu geben.

Berlin - Deutschland hält wieder den Atem an. Die Kriege in Syrien, der Ukraine und im Gazastreifen beherrschen die Medien und wecken den Friedenswunsch der Deutschen. Zeitgleich geht die Meldung durch die Presse, die deutsche Rüstungsindustrie werde von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) massiv eingebremst. Er nehme mit seiner übertrieben regressiven Exportpolitik den Untergang der deutschen Industrie im Bereich Rüstung in Kauf. Dieser wiederum fordert ein verstärktes Fokussieren dieser Unternehmen auf zivile Produkte.

Berlin - Die islamistische Bedrohung wird immer deutlicher auch in unseren Breiten spürbar. Längst warnen die Sicherheitsbehörden vor der Gefahr kampferprobter Syrien-Kämpfer, die nach Deutschland zurückkehren, und erst dieser Tage machte der Berliner „Tagesspiegel“ auf die schleichende Islamisierung an deutschen Schulen mit einem hohen Anteil an muslimischen Zuwandererkindern aufmerksam.

Berlin - Die Sicherheitsbehörden haben das Problem inzwischen auf dem Radarschirm. Die Rede ist von islamistischen Syrien-Heimkehrern, die den Terror auch in die europäischen Großstädte bringen könnten. Seit dem Anschlag eines französischen Syrien-Kämpfers auf das Jüdische Museum in Brüssel im Mai sind die Behörden alarmiert. In der CDU mehren sich deshalb jetzt die Stimmen, die auf ein härteres Vorgehen gegen islamistische Gefährder in Deutschland dringen.

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