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Berlin – Im bildungspolitischen Bereich erlebt man seit Jahren schon so manche Reform genannte Flickschusterei, die nicht selten von gewisser Realitätsferne oder ideologischen Lebenslügen geprägt war, und kaum auf einem politischen Gebiet wurde so intensiv gestritten. Neben den Bildungskonzepten an sich war es regelmäßig der Personalstreit, der sich wie ein roter Faden durch sämtliche Bildungsdebatten zog. Und gerade im Lichte der Flüchtlingskrise, die man sehr vorschnell, wie sich zeigte, mit der Fachkräftedebatte verknüpfte, und mit Blick auf die schulpflichtigen Flüchtlingskinder entstand für die Kultusministerien akuter Handlungsbedarf. Doch auch hier zeigt sich, dass die Praxis sich oftmals schwieriger gestaltet als mittels der theoretischen Wunschvorstellung erwartet. Darauf machte nun - auch wenn es im politisch korrekten „Wir schaffen das-Klima“ als unbotmäßig gilt – der Deutsche Philologenverband unmissverständlich aufmerksam. Der Schulbetrieb, insbesondere förderbedürftige einheimische Schüler leiden unter der Flüchtlingskrise, lautet die Feststellung.