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Osnabrück - Der frühere Boxweltmeister und amtierende Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko ist zu einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Osnabrücker Friedensgespräche nach Osnabrück gereist. Vor dem Osnabrücker Rathaus und der Osnabrück-Halle gab es Proteste gegen den umstrittenen Politiker. Die örtliche SPD protestierte dagegen, dass sich Klitschko in das Goldene Buch der Stadt eintragen durfte.

Kiew - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat nun gefordert, dass die Waffenruhe in der Ukraine international überwacht wird. Poroschenko dazu wörtlich: „Das beste Format für uns ist ein Polizeieinsatz der EU.“ Die prorussischen Separatisten, denen es gelungen ist, die strategisch wichtige Stadt Debalzewe einzunehmen, lehnen diese Forderung allerdings kategorisch ab. Auch Russland lehnte den Vorschlag ab. Der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin warnte Poroschenko davor, das Abkommen von Minsk zu gefährden.

Magdeburg - Michael Hasenstab, der seit rund 17 Jahren bei dem New Yorker Fondsriesen Franklin Templeton arbeitet, gilt als einer der erfolgreichsten und bekanntesten Anleihefonds-Manager der Welt. Mit Contrarian-Wetten (antizyklisches Investment nach Carl Mayer von Rothschilds Motto: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen“) auf irische und ungarische Anleihen erzielte er seinerzeit für seine Kunden höchste Renditen erzielt.

Freitag, 30 Januar 2015 21:23

Säbelrasseln aus Polen

in Politik

Warschau - Polens Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak hat am Donnerstag angesichts der erneuten Verschärfung der Ukraine-Krise erklärt, dass es seiner Ansicht nach keine Aussicht auf eine friedliche Lösung des Konflikts gebe. Die vorgesehenen erhöhten Militärausgaben Warschaus von 70 Milliarden Euro ab 2016 seien daher besonders wichtig.

Berlin - Die EU will der Ukraine erneut mit Krediten in Höhe von 1,8 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Ein entsprechendes Hilfspaket kündigte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker am Donnerstag in Riga am Rande von Gesprächen zum Start der lettischen EU-Ratspräsidentschaft an. Das frische Geld soll aus dem EU-Gemeinschaftshaushalt kommen und in Form mittelfristiger Darlehen nach Kiew fließen. Die Mitgliedstaaten und das EU-Parlament müssen der neuen Hilfe noch zustimmen.

Magdeburg - Die Ukraine-Krise und vor allem ihr Auslöser, die Proteste in Kiew vor über einem Jahr, sind nach wie vor Streitpunkt der öffentlichen Debatte. Es gibt viele offene Fragen: In welcher Form waren beispielsweise amerikanische NGOs in die Maidan-Proteste verwickelt? Haben bezahlte Söldner von Academi (ehemals Blackwater) und nicht etwa Angehörige der Polizei-Spezialeinheit Berkut auf die Demonstranten geschossen? War der Regimewechsel in Kiew gar ein „faschistischer Putsch“? Und was hat es mit dem mysteriösen Absturz von Flug MH17 auf sich?

Freitag, 19 Dezember 2014 20:46

Brzezinskis Geopolitik

in Politik

Magdeburg - Wer die gegenwärtigen Auseinandersetzungen zwischen Russland einerseits und der Ukraine und dem Westen andererseits wirklich verstehen will, muss sich vergegenwärtigen, dass es sich dabei – fernab aller tagespolitischen Fragen – um einen geopolitischen Konflikt größter Tragweite handelt.

Magdeburg - Die Ukraine ist nach dem am Mittwoch veröffentlichten Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International das korrupteste Land Europas. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Land im Kampf gegen die Bestechung keinerlei Fortschritte machen und landete im Ranking der Nichtregierungsorganisation erneut auf Platz 142. Transparency International listet jährlich 175 Länder danach auf, wie Experten den Grad der Korruption, bewertet mit 0 bis 100 Punkten, einschätzen. Je mehr Punkte ein Land hat, desto niedriger ist die wahrgenommene Korruption. Zwei Drittel der Länder kommen nach den aktuellen Zahlen auf weniger als 50 Punkte.

Magdeburg - Der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk scheint in seiner Regierung dringend auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass seinem dieser Tage vorgestellten Kabinett gleich drei Personen angehören, denen kurz vor der Amtseinführung im Eilverfahren erst noch die ukrainische Staatsbürgerschaft verliehen werden musste. Dabei handelt es sich um die Amerikanerin Natalie Jaresko, den Litauer Aivaras Abromavicius und den Georgier Alexander Kwitaschwili, die allesamt Schlüsselressorts in der Regierung übernommen haben.

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