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Donnerstag, 25 September 2014 02:09

Hat das klassische Fernsehen ausgedient?

Köln - Nach Ansicht von Branchenexperten werden Streaming-Anbieter wie Netflix, Maxdome oder Amazon Prime Instant Video nicht nur die ohnehin schon auf dem Rückzug befindlichen Videotheken weiter unter Druck setzen, sondern auch die klassischen Fernsehsender massiv herausfordern.

Samstag, 13 September 2014 10:33

Wird die Arbeit des NSA-Ausschusses behindert?

in Politik

Berlin - Die Arbeit des NSA-Ausschusses kommt offenbar nicht voran. War die Bereitschaft in der Bundesregierung, das Ausmaß der NSA-Affäre aufzuklären, ohnehin nicht besonders stark ausgeprägt, werden dem Ausschuss nun zunehmend Steine in den Weg gelegt. Der Ausschuss ist dafür verantwortlich, die NSA-Spionageaffäre und die diesbezügliche Verstrickung der deutschen Behörden aufklären.

In einem Beitrag für die „Wirtschaftswoche“ hat sich die Unternehmerlegende Wolfgang Grupp gegen das Säbelrasseln gegen Moskau ausgesprochen und scharfe US-Kritik geübt. Der Text, der im Rahmen seiner regelmäßigen Kolumne „100 Prozent Grupp“ erschien, ist mit der klaren Aussage „Wladimir Putin ist kein Kriegstreiber“ überschrieben.

Der bekannte Chef des Textilherstellers Trigema wirft dem Westen vor, „schwere Fehler“ begangen zu haben und meint: „In der Ukraine-Krise darf sich Deutschland nicht von Amerika am Gängelband herum führen lassen, sondern muss das gute friedliche Zusammenwirken erhalten, das wir uns in den Jahrzehnten nach dem Krieg erarbeitet haben.“ Gleichzeitig betreibt der konservative Firmenpatriarch und Vater zweier Kinder Medienschelte: Deutsche Journalisten würden sich täglich darin überbieten, „teils offen, teils verpackt in den Worten ukrainischer Politiker“ Misstrauen gegen Russlands Präsidenten zu schüren. Grupps Appell lautet daher: „Die Hetze gegen Putin muss aufhören.“ Dieser habe „nicht agiert, sondern reagiert“, und zwar „auf die Tour der Amerikaner, die NATO an die Grenze Russlands heranzuführen."

Köln - Einen herben Dämpfer bekam die von der Kiewer Poroschenko-Regierung gemeinsam mit USA und EU geschürte Kriegshysterie über eine angebliche russische Invasion der Ost-Ukraine. Der Sprecher des vorsitzführenden OSZE-Landes Schweiz, Roland Bless, kann nämlich im Gegensatz zu einer Fülle von Medienberichten beim besten Willen keine Präsenz russischer Truppen auf ukrainischem Boden erkennen. Die vom ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko immer wieder behauptete „Invasion“ lasse sich anhand der Befunde der OSZE jedenfalls nicht belegen.

Brüssel - Die Europäische Union (EU) plant wohl weitere Sanktionen gegen Russland. Hintergrund ist, dass sich der Kreml in den Konflikt in der Ostukraine eingemischt haben soll. Die USA, die EU sowie die Ukraine werfen Russland vor, die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine mit Waffen und Soldaten unterstützt zu haben. Noch wurden auf dem Sondergipfel der EU zwar keinen konkreten Sanktionen festgelegt, die EU-Kommission bekam aber bereits den Auftrag, Vorschläge auszuarbeiten. Innerhalb der nächsten Woche werden weitere Sanktionen erwartet. Die Bereitschaft zu weiteren Sanktionen fand bereits das ausdrückliche Wohlwollen der USA. Eine militärische Intervention hat die Obama-Regierung bisher nur ausgeschlossen, weil die Ukraine kein Mitglied der NATO ist.

Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) will sich einmal mehr nicht als Problemlöserin, sondern als Problemverursacherin betätigen. So strebt sie Presseberichten zufolge an, künftig neben den Staatsanleihen der Krisenstaaten auch Verbriefungen kaufen zu wollen, damit die Banken der Euro-Länder angeregt werden, Kredite an Unternehmen zu vergeben. Die Kreditverbriefungen, in der Finanzsprache Asset Backet Securities (ABS) genannt, gelten Experten zufolge als finanzielle Massenvernichtungswaffen. Für das Projekt hat sich die EZB offenbar den größten Vermögensverwalter der Welt, das Unternehmen Blackrock, als Berater gesichert.Blackrock verwaltet insgesamt 4,4 Billionen Dollar.

Washington - Die große geostrategische Konfrontation des 21. Jahrhunderts zeichnet sich zwischen den USA und dem wiedererstarkenden „Reich der Mitte“ – China – ab. Schon vor 15 Jahren erschien vor diesem Hintergrund eine mehrere tausend Seiten starke Studie unter dem Titel „2025“ – diesen Zeithorizont setzen sich die amerikanischen Militärplaner, bis die Chinesen technologisch, militärisch und ökonomisch mit der US-Supermacht gleichgezogen haben dürften.

Brüssel - Vor der Kulisse der aktuellen Sanktionen gegen Russland entlarvt sich die EU als zunehmend intolerant und plötzlich gar nicht mehr marktliberal. Den Handel mit Russland will sie neuerdings nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Ländern verbieten.

Besonders ins Visier der Brüsseler Boykotteure rückten vor dem Hintergrund der Sanktions-Hysterie lateinamerikanische Länder. Brüssel drohte ihnen förmlich für den Fall, dass sie ihre Handelsbeziehungen zu Russland aufrechterhielten und womöglich Marktnischen europäischer Lieferanten besetzten, aus denen sich diese im Zuge der Sanktionen derzeit selbst verabschieden.

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