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Berlin – Das Vertrauen unserer sogenannten Freunde aus Übersee ist so groß, dass diese stets ein offenes Ohr für uns haben, welches unter dem Lichte des Abhörskandals betrachtet sogar bis zu den Telefongesprächen der Kanzlerin reicht. Und man braucht sich nicht zu wundern, wenn angesichts UN-Feindstaatenklausel und zahlreicher US-Streitkräfte auf deutschem Boden das Gefühl aufkommen mag, doch nur ein besetztes Land zu sein. „Der Bund trägt die Aufwendungen für Besatzungskosten und die sonstigen inneren und äußeren Kriegsfolgelasten nach näherer Bestimmung von Bundesgesetzen“, lautet auch nach wie vor der Artikel 120 Absatz 1 Satz 1 Grundgesetz. Es ist spätestens seit den Medienberichterstattungen vor ca. einem Jahr öffentlich bekannt, dass die US-Airbase in Ramstein auch ein unverzichtbarer Stützpunkt für den Einsatz von amerikanischen Kampfdrohen ist. Über die dortige Relais-Station sollen nahezu alle Kampfdrohneneinsätze der USA im Nahen Osten mitgesteuert worden sein, weshalb möglicherweise sogar völkerrechtswidrige Einsätze von deutschem Territorium aus gesteuert worden sein könnten. Der Durchschlag auf den deutschen Bundeshaushalt allein in den vergangenen zehn Jahre war nicht unerheblich, wie eine Auskunft der Bundesregierung aktuell ergab.