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Berlin – Der erst jüngst offiziell in den Ruhestand verabschiedet ifo-Chef Prof. Hans-Werner Sinn bezeichnete anlässlich der Sitzung des VDMA-Hauptvorstands die Flüchtlingsfrage als aus seiner Sicht aktuell größte politische Herausforderung, angesichts der jedoch die Politik in einer Schockstarre verharre und die Orientierung verloren habe. Sinn, der zwar keineswegs als ein radikaler Zuwanderungsgegner gilt, kritisierte das aktuelle Vorgehen der Bundesregierung heftig und warf den handelnden Personen mangelndes ökonomisches Grundverständnis und eine fehlende Verantwortungsethik vor. Sinn prognostizierte zusammenfassend eine starke Einwanderung in das deutsche Sozialsystem und aufkommende Verteilungskonflikte, insbesondere zwischen bereits hier lebenden sozial schwachen Haushalten und neuen Flüchtlingen. Konkret fordert er von der Politik mehr Entwicklungshilfe vor Ort in den Krisenländern, eine Verteilungsquote in Europa, Transitlager an den EU-Außengrenzen, und eine rigide Rückführungspolitik im Mittelmeerraum und ein Punktesystem zur Positivauswahl von Migranten.