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Berlin - Der russische Präsident Putin ist wieder einmal fein raus: er war ohnehin auf großer Südamerika-Reise unterwegs und hatte es deshalb zum WM-Endspiel in Brasilien nicht allzu weit. Dort konnte er gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel den 1:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im Endspiel in Rio de Janeiro live mitverfolgen.

Moskau - Die frühere US-Außenministerin und Präsidentengattin Hillary Clinton spricht Klartext. Während einer Buchvorstellung in Berlin sagte sie jetzt über den russischen Präsidenten Wladimir Putin: „Ich denke, dass er gefährlich sein kann. Ein solcher Mensch wie Putin geht immer bis an die Grenze.“

Moskau - Der russische Präsident Putin hat in der Vergangenheit immer wieder erkennen lassen, daß er auch in Fragen der Geschichtspolitik ein Pragmatiker ist und im nationalen Interesse für Überraschungen gut ist. So hat sich Putin etwa mehrmals zur Frage einer Rückbenennung des heutigen Kaliningrad in „Königsberg“ geäußert und deutlich gemacht, daß er auch mit dem alten deutschen Namen der Ostseemetropole leben könnte.

Kiel - Längst hat die Ukraine-Krise auch die Bundesrepublik erreicht. Während Wirtschaft und Bevölkerung der gegen Rußland gerichteten westlichen Sanktionspolitik überwiegend ablehnend gegenberstehen, setzt die Politik weiterhin auf Konfrontation. Auch die Bundesregierung vesucht sich im Kielwasser ihrer transatlantischen Solidarität mit starken Tönen an die Adresse Moskaus.

Kopenhagen - Die NATO marschiert unverdrossen in Richtung Kalter Krieg. Erst kürzlich kündigte der Generalsekretär des westlichen Bündnisses, Anders Fogh Rasmussen, eine härtere Gangart gegenüber Moskau an. Jetzt ist die NATO offenbar entschlossen, dauerhaft Truppen entlang der russischen Grenzen zu stationieren. Nach Informationen der britischen Zeitung „The Sunday Times“ werden entsprechende Pläne in der kommenden Woche Them beim Verteidigungsministertreffen der Allianz sein. Im NATO-Hauptquartier erklärt man schon jetzt, die mit Moskau unterzeichnete „Grundakte über Zusammenarbeit“ habe ihre Kraft eingebüßt.

Moskau - Der russische Präsident Wladimir Putin verfolgt mit dem Projekt einer Eurasischen Union (EU) ein ehrgeiziges Projekt. Die geplante Wirtschaftsunion soll, so Putins Konzept, einen Großteil der früheren Teilrepubliken der UdSSR umfassen und langfristig auch westeuropäischen Ländern eine ökonomisch-politische Alternative zur Brüsseler EU bieten.

Berlin - Zur Lage in der Ukraine erklärt der Spitzenkandidat zur Europawahl und Vorsitzende der FDP im Europäischen Parlament FDP-Präsidiumsmitglied Alexander Graf Lambsdorff:

„Die Aufforderung von Präsident Putin an die Separatisten, das Referendum in der Ost-Ukraine zu verschieben, ist ein gutes Signal und macht Hoffnung, dass es zu einer Stabilisierung der Lage kommen kann. Die NATO sollte jetzt auf Provokationen wie Truppenverschiebungen an ihre Ostgrenze verzichten, die EU die Debatte über Sanktionen auf Eis legen. Gleichzeitig muss der Westen genau kontrollieren, ob Putin es mit der Entspannung wirklich ernst meint. Seine Aufforderung war ein richtiger Schritt, die Erfahrungen nach der Genfer Konferenz zeigen allerdings, dass auch der Westen gut beraten ist, Lenins Motto zu beherzigen: ‚Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!‘

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